Hämmern, Bohren und Schrauben in der Kita St. Franziskus

Die Horizonte Kita St. Franziskus in Süchteln wurde mit dem KTK-Qualitätsbrief ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird durch den Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) – Bundesverband e.V. vergeben und basiert auf hohen Standards in den Bereichen pädagogische Arbeit, Partizipation, gelebte Werte und Organisation.

Viersen-Süchteln – Der KTK-Qualitätsbrief ist ein Zeichen für die professionelle und kindgerechte Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindertageseinrichtung. Zudem belegt er, dass die pädagogische Arbeit kontinuierlich weiterentwickelt wird und sich Eltern, Kinder und Mitarbeitende auf geprüfte Qualität verlassen können. Dabei erfolgt die Evaluierung durch eine unabhängige Prüfstelle nach den Vorgaben einer festgelegten Norm für Qualitätsmanagement.
Gabriele van den Heuvel, Leiterin der Kita, freut sich nach vielen Jahren der Vorbereitung mit ihrem Team, den Kindern und Familien über die Auszeichnung: „Ich bin stolz und danke meinem Team, das durch seinen täglichen Einsatz diese Auszeichnung ermöglicht hat.“

Bei der Auszeichnung wurde der Werkstattraum der Kita besonders hervorgehoben. Dabei handelt es sich nicht um einen zusätzlichen Funktionsraum, sondern einen zentralen Bestandteil des pädagogischen Profils der Kita, in der 90 Kinder betreut werden.
Der Raum bietet den Kindern vielfältige Möglichkeiten zum kreativen und handwerklichen Arbeiten. Jennifer Gietmann hat die Werkstatt mit Unterstützung des Fördervereins über mehrere Jahre mit viel Herzblut aufgebaut. „Handwerken ist auch privat meine Leidenschaft“, sagt die pädagogische Fachkraft, die seit rund 20 Jahren zum Team der Kita an der Oedter Straße gehört.

Regale voll unterschiedlichster Materialien laden dazu ein, eigene Vorstellungen zu verwirklichen. Ob Einhörner, Bagger, Autos oder Dinos – in der Werkstatt entstehen fantasievolle Werke ganz nach den Ideen der Kinder.
Die dürfen hier mit echtem Akkuschrauber und Hammer werkeln – selbstverständlich unter sorgfältiger Anleitung und mit Blick auf die Sicherheit. So lernen die Kinder, verantwortungsvoll und bewusst mit Werkzeugen umzugehen. Sie erleben Selbstwirksamkeit und üben sich im gemeinsamen Planen und Umsetzen eigener Ideen. „Dabei werden zugleich die motorische Entwicklung, die Konzentration und der Teamgeist der Kinder geschult“, erklärt van den Heuvel.

Die Werkstatt ist fest in das Konzept der offenen Pädagogik der Einrichtung integriert und steht allen Kindern offen. Sie ist damit weit mehr als ein handwerklicher Raum – sie ist ein Bildungsraum und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung der Kinder. (opm)

Praxisanleiterin Laura Lisges, Kita-Leiterin Gabriele van den Heuvel und die Stellvertretende Leiterin Kerstin van Vlodrop (v.l.) freuen sich mit dem Team über den KTK-Qualitätsbrief. Foto: Horizonte