Angsträume in der Stadt Viersen melden

Menschen in Viersen haben ab sofort die Möglichkeit, auf Angsträume im Stadtgebiet hinzuweisen. Dafür hat die Stadt Viersen auf dem Portal Beteiligung NRW eine Beteiligungsseite eingerichtet.

Viersen – Angsträume sind Bereiche im öffentlichen Raum, in denen sich Menschen unsicher, unwohl oder bedrängt fühlen. Dieses Unbehagen kann durch dunkle Ecken, fehlende Beleuchtung, schlechte Sichtverhältnisse, verwahrloste Plätze oder enge Durchgänge entstehen. Dabei ist die Wahrnehmung individuell unterschiedlich: Nicht alle Plätze werden von allen gleich wahrgenommen.

Die Stadtverwaltung hat sich die Aufgabe gestellt, existierende Angsträume zu erkennen und zu erfassen. Im Anschluss soll dort die Sicherheit verbessert und so das Miteinander in der Stadt gestärkt werden. Bei der Sichtbarmachung der Angsträume sind die Menschen gefragt, die in Viersen leben oder sich regelmäßig dort aufhalten. Über eine Beteiligungsseite auf der Plattform Beteiligung NRW können sie Orte, Wege oder Straßen benennen, wo Dunkelheit, fehlende Beleuchtung, unübersichtliche Wege oder verwahrloste Plätze das Sicherheitsgefühl beeinträchtigen.

Ziel der Beteiligung ist es, ein vollständiges, belastbares Bild von Angsträumen in der Stadt zu erhalten. Perspektiven aus verschiedenen Quartieren sollen erfasst werden, um faire, ortsnahe Lösungen zu entwickeln. Die Beteiligungsseite bietet die Möglichkeit, persönliche Erfahrungen und Beobachtungen zu melden, unter Angabe von Ort, Uhrzeit und dem Grund für die Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl. Ergänzend können Fotos und kurze Beschreibungen eingereicht werden, sofern dies die Sicherheit oder Privatsphäre nicht beeinträchtigt.

Die von den Betroffenen eingebrachten Erfahrungen sollen der Stadtverwaltung als Grundlage für zukünftige Maßnahmen dienen. So sollen Beleuchtung, Sichtachsen, Sauberkeit und Barrierefreiheit verbessert und das Miteinander im öffentlichen Raum gestärkt werden.

Ergänzend zur Online-Beteiligung findet am Donnerstag, 19. Februar 2026, 17 Uhr, eine Begehung ausgewählter Orte gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stadtverwaltung statt. Dabei werden Hinweise aus der Beteiligung aufgegriffen. Fragen zur Online-Beteiligung und zur Begehung „Angsträume im öffentlichen Raum“ beantwortet gerne die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Viersen, Swantje Day, Telefon 02162 101-226, E-Mail swantje.day@viersen.de. (opm)

Foto: Stadt Viersen