Echt Pappe: Wolfgang Hahn arbeitet mit neuem Werkstoff

Der Bildhauer Wolfgang Hahn widmet seine Ausstellung „Echt Pappe“ dem Zusammenspiel von Raum und Fläche, Licht und Schatten, Körpern und Leerstellen. Die zugleich subtile und komplex strukturierte Ästhetik seiner Arbeiten lädt die Besucher*innen zur gedanklichen Auseinandersetzung ein.

Mönchengladbach – Bekannt für den experimentellen Umgang mit „kunstfremden“ Materialien — von Basaltlava und Bügeltinte über Wachsstifte bis hin zu fluoreszierender Farbe — rückt Hahn diesmal das zunächst unscheinbare, aber vielgestaltige Medium Graupappe ins Zentrum seiner künstlerischen Praxis. Durch das wiederholte Schneiden, Kleben, Schleifen und Lackieren entstehen Wandarbeiten, die im Licht changieren und als Ensemble im Raum zusammenwirken.

Hahns Arbeiten verweisen auf die unerschöpflichen Möglichkeiten, die in selbst auferlegten Grenzen liegen. Industrielle Formate und mathematische Systeme werden zu Ausgangspunkten einer präzisen wie poetischen Formensprache. Auf überflüssige Details verzichtend, erscheinen die Objekte auf den ersten Blick rational und zurückhaltend. Bei näherem Hinsehen offenbaren sie jedoch einen spielerischen Charme und den unkonventionellen Umgang mit Restriktionen und Gesetzmäßigkeiten.

Zur Vernissage am Freitag, den 5. Dezember um 19 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen. Die Kunsthistorikerin Ulrike Lua gibt eine Einführung zur Ausstellung.

Wolfgang Hahn
Echt Pappe
5. – 21. Dezember 2025
Öffnungszeiten: samstags und sonntags, 12 – 16 Uhr
Eröffnung: Freitag, 5. Dezember, 19 Uhr
Galerie im Atelierhaus E71
Eickener Straße 71
41061 Mönchengladbach (opm)