Neue Deeskalationstrainerin beim katholischen Kita-Träger Horizonte

Seit Beginn des neuen Kita-Jahres verstärkt eine qualifizierte Deeskalationstrainerin das Team der gemeinnützigen Trägergesellschaft Horizonte. Damit soll die pädagogische Arbeit in den Kindertageseinrichtungen weiter gestärkt, das Konfliktmanagement optimiert und ein sicheres, wertschätzendes Umfeld für Kinder, Eltern und Mitarbeitende geschaffen werden.

Kreis Viersen – Die Herausforderungen im Kita-Alltag wachsen – das betrifft alle Beteiligten. Kinder, Eltern und Mitarbeitende. Die Horizonte gemeinnützige Trägergesellschaft für katholische Tageseinrichtungen für Kinder in den Regionen Krefeld und Kempen/Viersen mbH steuert dieser Entwicklung mit einer eigenen Deeskalationstrainerin entgegen. Sina Cremer, die von 2020 bis Ende des letzten Kita-Jahres die Horizonte Kita St. Antonius in Tönisvorst geleitet hat, verstärkt seit dem 1. August das Team der Geschäftsstelle. Von dort koordiniert die 41-Jährige die Termine und Schulungen zum Thema Deeskalation in den 38 Kitas und Familienzentren der Horizonte.

„Der Träger hat mir die Idee einer Ausbildung zur Deeskalationstrainerin vorgeschlagen und die gesamten Kosten übernommen“, berichtet Sina Cremer. Die erfahrene Pädagogin hat sich daraufhin ein halbes Jahr lang parallel zu ihrem Leitungsjob beim Institut ProDeMa aus Geislingen an der Steige zur Deeskalationstrainerin im Fachbereich Kind qualifiziert. Seit einem Monat pendelt die Krefelderin nun nach Viersen und von dort in die Kitas der Horizonte in Krefeld, Meerbusch, Tönisvorst, Süchteln, Grefrath, Kempen, Niederkrüchten und Brüggen.

„Die ersten Wochen nutze ich dazu, nach und nach alle Einrichtungen zu besuchen und den Teams meine Arbeit vorzustellen“, berichtet Cremer. „In Zukunft werde ich ein professionelles Schulungsangebot entwickeln, damit die Kolleginnen und Kollegen die Techniken der Deeskalation im Kita-Alltag eigenständig anwenden können.“

Aber auch Konflikt- und Reflexionsgespräche nach Vorfällen in den Kindertageseinrichtungen gehören zu Cremers Arbeit. Ebenso frühzeitige Intervention, um Ausschreitungen, Mobbing oder Grenzverletzungen zu verhindern. Die ersten positiven Rückmeldungen aus den Kitas zeigen bereits, wie wertvoll die Zusammenarbeit wahrgenommen wird.

Sylwia Digiacomo, Geschäftsführerin der Horizonte, freut sich über die personelle Verstärkung: „Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder, der Familien und unserer Mitarbeitenden stehen bei uns an erster Stelle. Mit Sina Cremer haben wir eine kompetente Ansprechpartnerin gewonnen, die die Kompetenzen aller stärkt und Konfliktsituationen frühzeitig entschärft.“ Die Deeskalationstrainerin fügt hinzu: „Deeskalation ist keine Einzeldisziplin, sondern eine Teamleistung.“ (opm)

Sina Cremer (Mitte) nimmt von dem Ausbildungsteam des Instituts ProDeMa ihr Zertifikat als Deeskalationstrainerin entgegen. Foto: Horizonte