Serie zum Einbruchschutz: Der schwächste Punkt am Fenster ist das Glas

Durch Ihr eigenes Verhalten und die richtige Sicherungstechnik können viele Einbrüche verhindert werden. Tragen Sie Verantwortung für den Schutz Ihres Wohnbereiches und lassen Sie sich dabei von den technischen Fachberaterinen und Fachberatern der Kreispolizeibehörde Viersen unterstützen.

Service – Jede Woche in den Sommerferien veröffentlichen wir einen Teil der Serie zum Einbruchschutz, sodass Sie sich Schritt für Schritt über eine Absicherung Ihres Wohnbereiches informieren können. Die Serie umfasst insgesamt sechs Teile und wird neben Ratschlägen zu Ihrem eigenen Verhalten die technische Sicherung von Türen, Fenstern, Glasflächen und Kellerfenstern behandeln. Im letzten Teil informieren wir Sie über staatliche Fördermöglichkeiten und Informationsmaterial im Internet.

Wenn Sie einen Teil der Serie verpasst haben, ist das gar kein Problem. Sie können alle bereits erschienenen Teile unter www.viersen.polizei.nrw nachlesen.

Wenn Einbrecher durch das Fenster kommen, hebeln sie es meistens auf. Immer häufiger aber beobachten wir, dass die Täter das Geräusch zerspringenden Glases in Kauf nehmen und die Scheibe zerstören. Deshalb empfehlen wir, auch das Glas einbruchsicher zu gestalten.

Vermehrt versuchen Einbrecher durch das punktuelle Einschlagen der Fensterscheibe an den Fenstergriff zu gelangen um diesen zu betätigen Übliche Isolierverglasungen, ob doppelt oder dreifach, haben keinerlei einbruchhemmende Wirkung.

Die wohl eleganteste Lösung ist das Nachrüsten mit einbruchhemmendem Verbundsicherheitsglas nach DIN EN 356 mindestens Klasse P4A. Aufgrund des höheren Gewichts solcher Gläser ist eine Nachrüstung nicht in allen Fällen möglich.

Es besteht die Möglichkeit, Fenster mit speziellen Sicherheitsfolien nachrüsten zu lassen. Vergleichbar mit dem Panzerglas für Ihr Smartphone-Display. Diese Folien sollten unbedingt nach DIN EN 356 geprüft sein und mindestens eine Durchwurfhemmung nach P2A erfüllen. In Einzelfällen sind neuerdings Folien mit einer Durchwurfhemmung von P3A und P4A im Handel erhältlich und der P2A Folie vorzuziehen.Wichtig ist hier eine fachgerechte Montage insbesondere hinsichtlich der Randanbindung.

Allerdings ist die Schutzwirkung von durchwurfhemmenden Verbundglasscheiben höher als die von nachträglich aufgebrachten Folien. Fenster, insbesondere häufig gekippte Fenster können Se auch durch ein einbruchhemmend geprüftes Gitter nach DIN EN 1627, mindestens Widerstandsklasse RC 2 schützen. Wichtig ist eine stabile fachgerechte Befestigung des Gitters im Mauerwerk und eine Sicherung gegen Demontage.

Zusätzlich bieten einbruchhemmend geprüfte Roll- oder Klappläden einen guten Einbruchschutz. Hier ist dringend zu beachten, dass Läden nur nachts heruntergelassen werden sollen, um keinen Hinweis auf Abwesenheit zu geben. Ein Ersatz für die eigentliche Sicherung der Fenster sind Rollläden nicht. Sie bieten lediglich einen zusätzlichen Schutz bei Dunkelheit.

Die Polizei empfiehlt unbedingt die Verwendung geprüfter und zertifizierter einbruchhemmender Produkte. Beachten Sie, dass die Wirksamkeit der Sicherungsprodukte ist nur bei fachgerechter Projektierung und Montage gewährleistet ist.

Die polizeiliche Empfehlungsliste von geprüften Produkten finden Sie bei uns im Internet unter https://polizei.nrw/artikel/riegel-vor-sicher-ist-sicherer rechts im Download-Bereich.

Die technischen Fachberaterinnen und Fachberater der Kreispolizeibehörde Viersen informieren Sie gerne ausführlich über Einbruchschutz. Rufen Sie uns an: 02162-377-3135./hei (607)

Foto: Alexandra / München

Ein Kommentar

  1. Früher wurden Haustüren nicht Verschlossen und heute soll der Eigentümer eine Festung aus seiner Kate machen weil die Regierung kein Polizeistaat will und wir uns Schuetzen sollen vor Verbrecher. Da ist die Regierung für Zuständig.

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