Bohemian Rhapsody, live und zum Greifen nah

Es war eine Nacht, in der die Zeit stillzustehen schien. Schon beim Betreten der NEW Box Mönchengladbach vibrierte die Luft am vergangenen Samstag vor Erwartung, ein prickelndes Knistern, das die Herzen von Rockfans höherschlagen ließ.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler

Mönchengladbach – Dann erklang der erste Ton – und plötzlich war Freddie Mercury wieder da. Zumindest in Gestalt von Josch Hinder, dessen Stimme und Präsenz das Publikum augenblicklich in den Bann zogen. Über Stunden verwandelte die Q-Revival Band die Halle in ein schillerndes Universum aus Glitzer, Gitarrenriffs und zeitloser Rockmagie.

Foto: Rheinischer Spiegel/Maris Rietrums

Von den ersten Sekunden an setzte „Bohemian Rhapsody“ ein wie ein Donnerschlag. Die Harmonien flossen perfekt, die Pianotöne schwebten in der Luft, und Josch Hinder wandelte durch jede Tonlage mit einer Leichtigkeit, die den Atem raubte. Sein Blick, seine Gesten, die geschmeidigen Bewegungen auf der Bühne – alles erinnerte an den Originalauftritt Freddies, ohne eine bloße Kopie zu sein. Neben ihm brillierte Stefan Pfeiffer in der Rolle von Brian May, dessen Gitarrensoli genau die Funken sprühten, die man von Queen kennt. Der ikonische Red Special-Sound verschmolz mit den originalgetreuen Verstärkern zu einem Klang, der die Halle erzittern ließ.


Lisa M., 28, Mönchengladbach
„Ich hätte nie gedacht, dass ein Tribute-Konzert so mitreißend sein kann! Josch Hinder hat uns komplett verzaubert – man hat wirklich das Gefühl gehabt, Freddie Mercury steht direkt vor einem. Ich konnte gar nicht stillsitzen, jeder Song war ein Erlebnis, von den großen Hits bis zu den unbekannteren Stücken. Einfach unglaublich!“


Die Band hatte nicht nur die großen Hits im Gepäck. „It’s a kind of magic“ entfaltete seine volle Wirkung, unterstützt von Licht- und Pyroeffekten, die jeden Akkord visuell unterstrichen. Sogar die weniger bekannten Songs wie „Dragon Attack“ oder „39“ wurden mit einer Detailverliebtheit inszeniert, die zeigte: Hier ging es nicht nur um Show, sondern um pure Liebe zur Musik. Jeder Song wurde zu einem eigenen Theaterstück, jeder Moment von einer Energie getragen, die sich wie ein elektrischer Strom durch die Zuschauerreihen zog.

Foto: Rheinischer Spiegel/Maris Rietrums

Josch Hinder führte das Publikum mit Pathos und Charisma durch die Welt von Queen. Bei „We Will Rock You“ stampfte die Menge im Rhythmus der ikonischen Beats mit, während „Another One Bites the Dust“ die Tanzfläche zum Beben brachte. Sein Gesang reichte von kraftvoller Rockgewalt bis zu subtilen, gefühlvollen Nuancen – eine echte Achterbahnfahrt der Emotionen. Das Zusammenspiel der Bandmitglieder war perfekt abgestimmt, jeder Trommelschlag, jeder Basslauf, jede Gitarrenmelodie saß präzise und doch voller Leidenschaft.

Die Bühne selbst war ein Spiegelbild der Queen-Ära: glitzernde Mikrofonständer, leuchtende Requisiten, die den Originalauftritten in Nichts nachstanden. Über allem schwebte ein Lichtmeer, das die Musik visuell orchestrierte. Das Publikum war mittendrin, nicht nur dabei – und reagierte mit Jubel, Gesang und Standing Ovations.


Markus K., 42, Köln
„Die Show war der Wahnsinn! Die Band hat jeden Ton, jede Geste perfekt getroffen, und die Lichtshow hat alles noch intensiver gemacht. Ich habe Gänsehaut bekommen, als ‚Bohemian Rhapsody‘ live erklang – das war wie eine kleine Zeitreise zurück in die 80er. So eine Energie habe ich lange nicht gespürt!“


Mit „The Show Must Go On“ schloss die Band das Set ab, doch die Magie hielt an. Die Zuschauer hatten nicht nur eine Show gesehen, sie hatten eine Zeitreise erlebt, die Erinnerungen an die größten Rockmomente von Queen wachrief. Es war ein Abend voller Energie, Dramatik und Leidenschaft – ein Beweis dafür, dass Musik Grenzen sprengt und Legenden für einen Augenblick wieder auferstehen lässt. (sk)

Foto: Rheinischer Spiegel/Inge Kroese