Der Braunkohleausstieg in Nordrhein-Westfalen wird auf das Jahr 2030 vorgezogen – und kommt damit rund acht Jahre früher als bisher geplant. Das hat das Bundeskabinett beschlossen.
NRW – Die Bundesregierung hat sich auf einen Gesetzentwurf für ein Ende der Kohlekraftwerke im Rheinischen Revier schon bis 2030 geeinigt. Das Kabinett hat entsprechende Regelungen gebilligt, wonach das eigentlich geplante Enddatum 2038 aufgehoben wird.
Zwei Blöcke weiter in Betrieb
Wegen der aktuellen Versorgungslage wurde zugleich auch der Weiterbetrieb von zwei Braunkohle-Kraftwerksblöcken ermöglicht, die eigentlich dieses Jahr außer Betrieb gehen sollten. Die beiden Blöcke Neurath D und Neurath E können so bis März 2024 laufen.
Beitrag zur Versorgungssicherheit
So kann vorübergehend weiterhin Braunkohle zur Kohleverstromung genutzt werden. Ein Beitrag zur Versorgungssicherheit, denn so wird Gas in der Kohleverstromung gespart. Das hilft, sicher durch den Winter zu kommen.
Alle übrigen Kohlekraftwerke im rheinischen Revier sollen dem Gesetz und der Vereinbarung mit dem Versorger RWE zufolge bis 2030 vom Netz. Nach derzeitiger Gesetzeslage hätten sie bis 2038 laufen können. (opm)
Foto: Rheinischer Spiegel



