Ankündigung der Heiligtumsfahrt in Mönchengladbach

Am Wochenende war der erste Schritt zum Großevent der Mönchengladbacher Katholiken: zur Heiligtumsfahrt 2021. „Wir sind so mutig, die Heiligtumsfahrt 2021 trotz Corona heute anzukündigen.“ Peter Blättler, Propst des Mönchengladbacher Münsters St. Vitus, hat am Sonntag zusammen mit dem Aachener Dompropst Rolf-Peter Cremer den ersten Schritt unternommen. Beim Gemeinde-Hochamt verkündete Blättler: „Auch wenn wir nicht wissen in welcher Form: Wir werden die Heiligtumsfahrt feiern.“

 

Mönchengladbach – Das erste sichtbare Zeichen der Einstimmung auf das Großevent der Mönchengladbacher Katholiken vom 3. bis 13. Juni 2021: Bei einer Vesper um 15.30 Uhr wurde ein modernes ökumenisches Altartuch auf die Reise durch die Stadt geschickt. Dieses Tuch haben die evangelischen Christen in Mönchengladbach der Pfarre St. Vitus bei der letzten Heiligtumsfahrt 2014 geschenkt. Till Hüttenberger, Vorsitzender des evangelischen Stadtverbandes, nahm das weiße, bestickte Tischtuch nun in Empfang.

Erste Station wird die evangelische Hauptkirche in Rheydt sein. Von dort aus geht das Tuch im wöchentlichen Wechsel durch die Gemeinden. „Es ist Ausdruck der fortschrittlichen ökumenischen Tradition in Mönchengladbach“, so Blättler. Die feierliche Vesper, die von Klaus Paulsen und einer Schola musikalisch gestaltet wurde, ist als Stream auf der Homepage der Pfarre St. Vitus zu sehen (www.heiligtumsfahrt.de).

 

Zur Heiligtumsfahrt 2021 öffnet das Mönchengladbacher Münster seinen Abendmahlsschrein und zeigt zehn Tage lang sein zentrales Heiligtum: ein 90 mal 20 Zentimeter großes Leinentuch aus dem ersten Jahrhundert. Es wird als Abendmahlstuch verehrt und bringt seit Jahrhunderten Menschen im Namen Jesu zusammen.

Die Wallfahrt zum Abendmahlstuch hat in Mönchengladbach eine über 500-jährige Tradition. Sie wird im Sieben-Jahres-Turnus gefeiert. Im Jahr 2014 haben sich 10.000 Christen aus dem ganzen Bistum auf den Weg zum Münster gemacht.

Die Heiligtumsfahrt fragt dieses Mal unter dem Leitgedanken „Verwoben“: Wie können sich Bürger über alle Konfessions- und Glaubensgrenzen hinaus in der Stadt und Gesellschaft verbinden?

„Unser zentrales Anliegen ist es, auf die Menschen zuzugehen, Fragen zu stellen, zuzuhören“, sagt die Geschäftsführerin Charlotte Lorenz. Begleitet wird die Wallfahrt von Gottesdiensten, Vorträgen, Konzerten, Aktionen und Momenten der Ruhe.

 

Als Zeichen für die Bedeutung der Heiligtumsfahrt in der Stadt war Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners bei der Ankündigung zu Gast. Zum Motto „Verwoben“ sagt er: „Für mich ist das im Prinzip der neudeutsche Begriff Networking, aber mit mehr Tiefgang“. Reiners mag auch den Sieben-Jahres-Rhythmus der Heiligtumsfahrt. „Ich erlebe das als wohltuende Entschleunigung. Als Ur-Gladbacher ist die Heiligtumsfahrt für mich ein Stück Zuhause.“

Morgens war der Aachener Dompropst Rolf-Peter Cremer mit einem Mini-Van namens „Entdecker-Mobil“ gekommen, weil Mönchengladbach eng mit der Heiligtumsfahrt 2021 in Aachen kooperiert.

Das elektrobetriebene Auto stand den ganzen Tag am Alten Markt und lud mit Spielaktionen und Informationen dazu ein, Schätze des Aachener Doms und des Mönchengladbacher Münsters zu entdecken.
https://heiligtumsfahrt.bistumac.de/