Eine im Umfeld des Adenauerplatzes verteilte Ankündigung des Caritasverbandes Region Mönchengladbach e.V. sorgt derzeit für Irritation bei vielen Bürgerinnen und Bürgern. In dem Schreiben wird angekündigt, dass nach Ostern Bauarbeiten zur Umgestaltung der Albertuskirche beginnen sollen. In diesem Zusammenhang wird auch die Einrichtung eines Tagestreffs für wohnungslose Menschen erwähnt.
Mönchengladbach – Nach Auffassung der Bürgerinitiative Adenauerplatz wirft diese Ankündigung Fragen zum weiteren politischen Entscheidungsprozess auf. Nach dem derzeitigen Stand existiert ein politischer Beschluss, wonach vor einer möglichen Verlagerung des Tagestreffs an den Adenauerplatz eine erneute Entscheidung der politischen Gremien erforderlich ist.
„Dieser Beschluss ist das Ergebnis eines längeren demokratischen Prozesses zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft. Gerade deshalb erwarten viele Bürgerinnen und Bürger, dass dieser Entscheidungsweg eingehalten wird“, erklärt die Bürgerinitiative. Zudem verweist die Initiative auf ein derzeit laufendes externes Gutachten der Stadt Mönchengladbach zur „Konzepterstellung für marginalisierte Menschen im öffentlichen Raum“. In der öffentlichen Diskussion der vergangenen Monate sei mehrfach darauf hingewiesen worden, dass im Zusammenhang mit der Standortfrage des Tagestreffs zunächst die Ergebnisse dieses Gutachtens abgewartet werden sollten.
„Wenn gleichzeitig Bauarbeiten für einen bestimmten Standort angekündigt werden, während öffentlich darauf verwiesen wird, zunächst ein Gutachten abzuwarten, entsteht bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Eindruck, dass Entscheidungen möglicherweise bereits vorweggenommen werden“, so die Bürgerinitiative weiter.
Vor diesem Hintergrund hat die Initiative ein Schreiben an die Fraktionen des Stadtrats, den Oberbürgermeister sowie die Stadtverwaltung gerichtet. Darin bittet sie um eine Klarstellung,
wie die angekündigten Bauarbeiten mit dem bestehenden politischen Beschluss sowie mit
dem laufenden Gutachtenprozess vereinbar sind. (opm)




