CDU Viersen fordert Wiedereinsetzung der Radwegbenutzungspflicht in der Lindenstraße

Die CDU-Stadtratsfraktion Viersen hat bei der Stadtverwaltung einen Antrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit entlang der Lindenstraße eingereicht. Konkret fordert die Fraktion die Wiedereinsetzung der Radwegbenutzungspflicht zwischen Freiheitsstraße und Busbahnhof für beide Fahrtrichtungen.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler

Viersen – Nach Einschätzung der Fraktion stellt die aktuelle Verkehrsführung insbesondere für Radfahrende ein Sicherheitsrisiko dar. Grund dafür seien die unübersichtlichen Bedingungen entlang der Strecke, vor allem im Bereich zwischen Busbahnhof und Freiheitsstraße. Dort komme es durch die gleichzeitige Nutzung durch Buslinien und den Schülerverkehr regelmäßig zu gefährlichen Situationen.

Die CDU verweist zudem auf die Tatsache, dass seit Aussetzung der Benutzungspflicht keine erneute sicherheitsrelevante Bewertung der Strecke erfolgt sei. Besonders kritisch werde die Einmündung zur Bahnhofstraße gesehen, wo es zu Konflikten zwischen Radfahrenden und dem motorisierten Verkehr kommen könne. Die Fraktion schlägt daher vor, die Radwegbenutzungspflicht wieder einzusetzen.

„Die Stadt Viersen hat die Benutzungspflichten für den Radweg entlang der Lindenstraße zwischen Freiheitsstraße und Busbahnhof zurückgezogen. Dies geschah in Anpassung an die zurzeit geltende Rechtslage. Dies wurde auch durch bauliche Veränderungen unterstrichen, z. b. durch die Entfernung der Radfahrerfurt am Kreisverkehr Burgstraße. Radwegbenutzungspflichten können nur noch bei in Einzelfallprüfungen festgestellten Gefahrenlagen angeordnet werden. In unseren Augen ist diese aber gegeben und zwar durch das Aufeinandertreffen großer Fahrradströme, bedingt durch den Schulstandort Lindenstraße, und die notwendige Nutzung der Lindenstraße durch die Viersener Buslinien. Der Fahrradverkehr verteilt sich erst wieder auf Höhe der Freiheitsstraße, weswegen der gesamte Bereich zwischen Busbahnhof und Freiheitsstraße aus dieser Regelung fallen sollte.

Bei der Anordnung von Nutzungspflichten muss natürlich auch beachtet werden, dass die dann verpflichtende Alternative sicher ist. 40 Jahre Erfahrung mit dem Radweg entlang der Lindenstraße sollten zeigen, dass dies so ist. Zumindest wurde in der ganzen Zeit von den zuständigen Behörden nie eine besondere Unfallhäufung festgestellt oder öffentlich gemacht“, so Stephan Sillekens und Dr. Jürgen Moers.

Ziel des Antrags ist es, die Verkehrssicherheit für alle Beteiligten zu erhöhen und gleichzeitig eine rechtlich eindeutige und praxistaugliche Lösung zu schaffen. Die CDU-Stadtratsfraktion bittet darum, den Antrag in der nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses zu beraten. (sk)