Chrónia pollá oder: Wir wünschen frohe Ostern!

Frohe Ostern? Christus ist auferstanden (Χριστός ἀνέστη)? Aber das war doch schon am vergangenen Wochenende! Zumindest bei den Katholiken und Protestanten. Zum Ende der „großen Woche“ feiern die orthodoxen Gläubigen das Osterwochenende erst in diesen Tagen. 
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Dülken – Erst in einigen Jahren wird das Osterfest wieder auf einen gemeinsamen Termin fallen. Schuld daran sind zwei Kalender, die voneinander getrennt das Osterfest bestimmen. Nachdem am vergangenen Sonntag auf Grundlage des gregorianischen Kalenders gefeiert wurde, den Papst Gregor XIII. bearbeitet hat um Kalenderungenauigkeiten zu beseitigen, feiert die orthodoxe Kirche das Osterfest nach dem julianischen Kalender, den Cäsar vorgab. Während die christliche west-römisch-katholische Kirche so feststehende Termine im Kirchenjahr feiert, hängt das orthodoxe Osterfest vom Frühlingsvollmond ab.

Erinnerungen an das griechische Osterfest in der Dülkener St. Cornelius-Kirche. Foto: Rheinischer Spiegel

In diesem Jahr trennen so sieben Tage die Gläubigen am Karfreitag, es ist aber durchaus eine Differenz bis zu fünf Wochen möglich beim für die griechisch-orthodoxe Kirche bedeutsamsten Fest, dem Osterfest (Ágio Pás-cha). Bereits 40 Tage vor dem Osterfest hat die griechische Osterzeit mit der Fastenzeit begonnen, an die sich die Große Woche (Megáli Ebdomáda) oder die Woche der Leiden von Jesus anschließt. Sie endete von Samstag auf Sonntag um Mitternacht mit der Auferstehung von Jesus Christus. Symbolisch zogen die orthodoxen Gläubigen bereits am Karfreitag, verwiesen auf die Anzahl der Tage bis zur Auferstehung von Jesus Christus, bevor der mit Blumen und Myrrhe geschmückte Epitáfio hochgehoben wurde und die Gläubigen unter ihm durchliefen um den Heiligen Segen zu empfangen.

In der vergangenen Nacht, pünktlich um Mitternacht, erklang der Tropárion, der Psalm, der die Auferstehung von Jesus Christus verkündete, auch in Dülken: Christós anésti ek nekrón, thanáto thánaton patísas, kai tis en tis mnímasi zoín charisámenos. Mit dem heiligen Licht und tausenden von Kerzen auf der ganzen Welt endete die Fastenzeit mit dem traditionellen Eiertitschen. Nur bunt sind die Eier nicht auf der griechischen Festtafel, die ebenfalls das traditionelle Osterbrot und Ostergebäck umfasst. Die Eier sind rot, symbolisieren das Blut Jesus und wessen Ei beim Aneinanderschlagen unbeschädigt bleibt, dem steht das Glück das ganze Jahr zur Seite. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel

 

 

Ein Kommentar

  1. Wer zu Ostern auf Griechenland verweilt, erlebt eon Orthodoxen Fest, wo die Gläubigen eine Symbolische Auferstehung Jesus Christus mit viel Myrre zelebrieren. Ein Osterfest einfach Fantastisch. Jedes Dorf oder Stadt auf irgendeiner Art etwas anders ansonsten den gleichen Ablauf hat.
    Das große Festessen, kann ein Braten sein, aber auch Fleischspieße die Gegrillt werden, von Lamm oder Ziege.
    Man isst beim Grillen Oliven mit Tzatziki als Vorspeise, und mit Oregano geröstete Kartoffeln mit Spinat.
    Der Käsekuchen darf nicht Fehlen.
    Pitabrot, Tomaten und Gurken plus Sauerbohnen mit würzigen Feta Dip und Olivenöl ist einfach ein muss.
    Zu den Mahlzeiten gehört ein Griechischer Wein, Ouzo und andere Getränke.
    Das Essensritual wird mit Ostern mit 3 bis 5 Stunden dauern.
    Dann kann noch Getanzt werden und so wird man in Griechenland ein schönes Fest erleben, was sich gerne Wiederholen könnte, denn die Geselligkeit da hat der Grieche keine Probleme mit.
    Ich kann es kaum erwarten dort hin zu kommen.
    was sagt der Grieche: Axiolatrefto Pascha

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