DGB: Arbeitsplatzverluste im Kreis Viersen durch Energiearmut müssen verhindert werden

Noch läuft der Arbeitsmarkt im Kreis Viersen rund. Aber die Gewitterwolken werden dunkler, ist sich der DGB im Kreis Viersen sicher.

Kreis Viersen – ,,Wir brauchen jetzt Lösungen, die die Preisschocks bei Energie aber auch bei Lebensmitteln dauerhaft dämpfen. Es darf ob der drohenden Energieknappheit zu keinen irreparablen Schäden am Arbeitsmarkt kommen. Zur Sicherung von Arbeitsplätzen insbesondere in der energieintensiven Industrie bedarf es weiterer Schritte. Wertschöpfungsketten dürfen durch die massiven Energiepreissteigerungen nicht reißen“, so der Vorsitzende des DGB im Kreis Viersen Klaus Neufeldt.

Der DGB im Kreis Viersen sieht neben der Gefahr von Arbeitsplatzverlusten vor allem das soziale Klima als gefährdet an. Die Preissteigerungen sind massive Belastungen für die Beschäftigten. Daher setzt sich der DGB für weitere Entlastungsschritte ein. Zentrale Stellschrauben sind die Absenkung der Stromsteuer, eine befristete Absenkung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas sowie die Deckelung der Industriestrompreise. Aber auch Rentner, Geringverdiener sowie Familien mit Kindern müssen über die einmaligen Heizkostenzuschüsse hinaus gezielt finanziell unterstützt werden.

„Die Politik muss nun zügig weitere Entlastungsschritte einleiten. Schon jetzt ist die finanzielle Situation in vielen Familien angespannt. Langfristig können nur höhere Entgelte und die gezielte Unterstützung von Menschen ohne Arbeit sinnvolle Instrumente gegen höhere Lebenshaltungskosten sein“, so Neufeldt abschließend. (opm)

Foto: Michal Jarmoluk/Pixabay