DGB Kreisverband Viersen fordert das Recht auf Homeoffice zügig umzusetzen

Überall dort, wo es möglich ist und keine dringenden betrieblichen Gründe dagegen sprechen, sind die  Arbeitgeber aktuell verpflichtet, ihre Beschäftigten in den nächsten Wochen im Homeoffice arbeiten zu lassen.

Kreis Viersen – „Der DGB Kreisverband Viersen fordert die Arbeitgeber im Kreis Viersen auf, dieses Homeoffice-Gebot konsequent und unverzüglich umzusetzen. Alles andere ist angesichts der Gefahren der Corona-Pandemie unverantwortlich.
Die Arbeitgeber sind auch verpflichtet, die technischen Voraussetzungen für Homeoffice zu schaffen, sodass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihr Recht auf Homeoffice auch tatsächlich wahrnehmen können“, so der Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Viersen Klaus Neufeldt.

In der Pflicht sieht der DGB Kreisverband Viersen die Arbeitgeber auch bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie in den Betrieben selbst. Sie müssten dafür sorgen, dass für jeden Einzelnen genügend Fläche zur Verfügung stehe. Dort, wo die Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz keinen ausreichenden Abstand einhalten können, ist es die Aufgabe des Arbeitgebers, die vorgeschriebenen Schutzmasken zur Verfügung zu stellen und zu finanzieren.

Schwierig vereinbar sind für den DGB Homeoffice und gleichzeitige Kinderbetreuung. Hier ist der richtige Weg, die ausgeweitete Möglichkeit der sogenannten Kinderkrankentage zu nutzen. Auch die Beschäftigten in den Betrieben sollten sich nicht scheuen, diese Möglichkeit, wenn notwendig, in Anspruch zu nehmen.

Wegen der angestrebten Kontaktreduzierung und zur Entlastung der dort Beschäftigten sollte die Notbetreuung in den Kitas und Schulen aber wirklich nur in echten Notfällen in Anspruch genommen werden. (opm)