20.000 Euro für eingezäunte Freilaufflächen in Dülken, Süchteln und Alt-Viersen beantragt – Verwaltung soll Standorte prüfen.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler
Viersen – Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN dringt auf einen Ausbau der Hundewiesen im Stadtgebiet. In einem Antrag zum Haushaltsentwurf 2026 fordert sie 20.000 Euro für die Planung und Einrichtung von drei weiteren eingezäunten Freilaufflächen bereitzustellen. Die Verwaltung solle beauftragt werden geeignete Standorte in den Stadtteilen Dülken, Süchteln und Alt-Viersen zu prüfen oder alternativ vergleichbare innerstädtische Flächen zu identifizieren.
Der Vorstoß knüpft an einen Beschluss aus dem Jahr 2023 und einem bereits erfolgten, ähnlichen Antrag der Grünen im Frühjahr 2025 an. Damals hatte der Ausschuss für Klima- und Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft die Einrichtung von Hundewiesen in Viersen auf den Weg gebracht. Inzwischen steht am Naherholungsgebiet Hoher Busch eine erste eingezäunte Fläche zur Verfügung. Sie ermöglicht Hunden, sich ohne Leine frei zu bewegen, und gilt nach Einschätzung der Grünen als sichtbar gut angenommen. „Diese Fläche erfreut sich offenkundig großer Beliebtheit bei den Hundebesitzerinnen und -besitzern“, heißt es in dem Antrag.
Kritisch vermerken die Antragsteller allerdings, dass nach Ablauf der einjährigen Erprobungsphase bislang keine Evaluation durch die Verwaltung vorliege. Ebenso fehlten im Haushaltsentwurf 2026 Mittel für weitere Standorte. „Unsere Fraktion würde hier gerne Fortschritte im Sinne der hundehaltenden Viersener Bürgerinnen und Bürger erzielen“, erklären die Fraktionssprecher Maja Roth-Schmidt und Jörg Eirmbter-König.
Mit der nun beantragten Summe von 20.000 Euro sollen drei zusätzliche, eingezäunte Flächen geplant und eingerichtet werden. Gedacht ist an kleinere, wohnortnahe Areale in innerstädtischer Lage. Gerade dort sei der Bedarf groß, da viele Hundehalterinnen und -halter keinen unmittelbaren Zugang zu weitläufigen Freiflächen hätten.
Für Alt-Viersen und Süchteln regen die Grünen an, innenstadtnahe Grünflächen in die Prüfung einzubeziehen. Genannt werden unter anderem der Casino- und der Friedrichsgarten in Viersen, der Alte Tierpark sowie der Lunapark in Süchteln. Für Dülken wird neben der Melcherstiege insbesondere der Stadtgarten ins Spiel gebracht, der ohnehin vor einer Umgestaltung steht. Ausdrücklich halten die Grünen auch kleinere Flächen für realisierbar. Als Beispiel verweisen sie auf die Praxis in Düsseldorf, wo innerstädtische, klar abgegrenzte Hundewiesen seit Jahren etabliert sind. Ein solches Modell könne, so die Argumentation, auch in Viersen funktionieren; mit überschaubarem finanziellen Aufwand. (sk)





