Eine Sportbox auf dem Hohen Busch oder ein Outdoor-Sportplatz – NRW fördert erneut vielfältig

Das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ richtet sich im Programmaufruf II an die 31 Kreissportbünde und 23 Stadtsportbünde in den kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen. 

Kreis Viersen – Das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ umfasst insgesamt 300 Millionen Euro, von denen für den Programmaufruf II 27 Millionen Euro vorgesehen sind. Damit sollen Sportstätten und Bewegungsräume mit bewegungsaktivierender Infrastruktur geschaffen werden. Im Mittelpunkt stehen Infrastrukturen für Angebote im Freien – sowohl im öffentlichen Raum als auch auf öffentlichen und privaten Sportstätten.

Förderfähig sind grundsätzlich die Modernisierung, Instandsetzung, Ausstattung und Erweiterung von öffentlich zugänglichen Sportanlagen, Sportgeräten und Bewegungsräumen im Außenbereich. Besonders ist hier die Förderung von Maßnahmen der Weiterentwicklung bestehender Flächen. Die Möglichkeiten, im Außenbereich Sportangebote für alle anzubieten, sind sehr umfangreich, so stehen dem Kreissportverband Viersen 500.000 Euro Förderung zur Verfügung, um im Kreisgebiet entsprechende Outdoor-Fitnessangebote umzusetzen.

Die Maßnahmenträger sind:

• die Stadt Willich mit dem Bau von Sonderrampen für den Bike- und Dirtpark, Gesamtkosten 119.247 Euro, Fördersumme 99.666 Euro, Förderquote 84 Prozent. Die Stadt Willich hat in vielen Gesprächen und einem Workshop ermittelt, dass eine solche Anlage nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch einen Mehrwert für die Gesellschaft darstellt. Die Anlage soll durch das angrenzende Jugendcafé von der Jugendarbeit begleitet werden.

• die LVR Klinik Viersen mit der Errichtung eines Outdoor-Sportplatzes, Gesamtkosten 97.117 Euro, Fördersumme 87.454 Euro, Förderquote 90 Prozent. Gemeinsame sportliche Betätigung verbindet. Nach diesem Motto soll ein öffentlicher Outdoor-Sportplatz auf dem Gelände der LVR-Klinik Viersen entstehen. Das sportliche Angebot für Patienten und Patientinnen, die Mitarbeitenden und die Öffentlichkeit soll auch Barrieren abbauen. Der ortsansässige Sportverein ASV Einigkeit 1860/03/06 Süchteln e.V. will verschiedene Trainingseinheiten auf dem Gelände anbieten.

• die Gemeinde Niederkrüchten mit der Erweiterung der Calisthenics-Anlage Elmpt, Gesamtkosten 31.258 Euro, Fördersumme 26.100 Euro, Förderquote 84 Prozent. Die Calisthenics-Anlage bietet vielfältige Trainingsmöglichkeiten für Geübte und Anfänger. Sie ist frei zugänglich im Ortsteil Elmpt direkt neben der Sportanlage. Der Verein Schwarz-Weiß 1926 Elmpt e.V. wird auch Nichtvereinsmitgliedern hilfreich mit Tipps und Angeboten zur Nutzung der Anlage zur Seite stehen.

• der Gemeindesportverband Brüggen e.V. mit der Errichtung von Fitnessgeräten am Borner See und eines Beachvolleyballfelds in Halverslohe, Gesamtkosten 23.601 Euro, Fördersumme 21.241 Euro, Förderquote 90 Prozent. Sowohl der Schützenverein Gut Schuss Brüggen e.V. als auch die Heimatfreunde St. Peter Born e.V. sind von der Errichtung der Fitnessgeräte am Borner See so begeistert, dass sie ihre Bereitschaft erklärt haben, die Maßnahme zu unterstützen. Der Halversloher Sportverein e.V. freut sich über das öffentliche Beachvolleyballfeld. Dies wird unterstützt durch den Borner Jugendtreff, denn hier kann jeder Sport treiben.

• die Stadt Viersen mit einer Sportbox auf der Freizeitanlage Hoher Busch, Gesamtkosten 36.957 Euro, Fördersumme 32.000 Euro, Förderquote 87 Prozent. Die Sportbox wird in die bestehende Natursportanlage integriert. Sie soll als niederschwelliges Angebot für den Sport im öffentlichen Raum eine Erweiterung des bereits vorhandenen Angebots darstellen. Die Nutzung wird über eine App gesteuert und die Stadt sorgt für die ordnungsgemäße Kontrolle der Geräte.

• die Stadt Nettetal mit der Errichtung einer Calisthenics-Anlage am Windmühlenbruch und zwei Sportboxen, Gesamtkosten 78.035 Euro, Fördersumme 70.232 Euro, Förderquote 90 Prozent. Mit der Calisthenics-Anlage und den Sportboxen will die Stadt den Sport in den öffentlichen Raum bringen. Für die richtige Nutzung der Calisthenics-Anlage wird der StadtSportBund Nettetal mit Angeboten und Kursen für alle Sportinteressierten sorgen. Entsprechendes gilt natürlich auch für die Nutzung der Sportboxen, deren Zugang über eine App gesteuert wird.

• die Stadt Tönisvorst mit der Errichtung einer Calisthenics-Anlage, einer Kletterseilanlage und neuer Fußballtore auf dem öffentlichen Spielplatz Berliner Straße, Gesamtkosten 74.927 Euro, Fördersumme 49.100 Euro, Förderquote 66 Prozent. Das neue Sport- und Fitnessangebot ist Bestandteil des Stadtentwicklungskonzepts Tönisvorst 2035 und soll die Bewegungsförderung unterstützen. Auf der öffentlich zugänglichen Fläche soll generationenübergreifend Sport getrieben werde.

• die Gemeinde Schwalmtal mit der Errichtung eines inklusiven Klettersportgeräts, Gesamtkosten 35.333 Euro, Fördersumme 31.800 Euro, Förderquote 90 Prozent. Die öffentliche Fläche Kaiserpark wird um ein attraktives Sportgerät erweitert. Bei dem geplanten Niedrigseilgarten handelt es sich um einen Hindernisparcours in Bodennähe und der von unterschiedlichen Altersgruppen genutzt werden soll. Neben der sportlichen Herausforderung werden auch psychomotorische Fähigkeiten gefördert.

• die Stadt Kempen mit der Errichtung von Calisthenics-Anlagen an der Minna-Meckel-Straße und dem Borgesweg, Gesamtkosten 66.365 Euro, Fördersumme 57.800 Euro, Förderquote 87 Prozent. Gleich zwei Stadtteile profitieren in Kempen mit dem Bau der Calisthenics-Anlagen durch das Landesprogramm. Neben der öffentlichen Nutzung werden die Anlagen auch für die Vereinslandschaft bereitgestellt. Die VHS hat schon die Bereitschaft für ein Kursangebot auf den Anlagen erklärt.

• die Gemeinde Grefrath mit der Aufstellung einer Sportbox auf dem Sportplatz „Nierskampfbahn“, Gesamtkosten 36.957 Euro, Fördersumme 24.600 Euro, Förderquote 67 Prozent. Durch die Sportbox auf dem öffentlichen Sportplatz im Ortsteil Oedt wird das Angebot im Freien Sport zu treiben erweitert. Das Angebot wird allen Altersklassen zugänglich gemacht und durch Kooperationen zum Beispiel mit dem Verein Älterwerden e.V. und dem Jugendfreizeitheim Dingens betreut.

„Mit der Umsetzung dieses einzigartigen Programmaufrufs ermöglichen wir, auf kreative Weise Sportangebote im öffentlichen Raum für jeden anzubieten. Sport fördert nicht nur die Gesundheit, sondern macht auch Spaß und regt zur Geselligkeit und Kommunikation an. Ich freue mich auf die Umsetzung dieser gelungenen Projekte“, so Staatssekretärin Andrea Milz. (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel