Zwischen Klangschalen, Naturaromen und Vorträgen über moderne Gesundheitskonzepte hat die EinsSein-Messe am Wochenende zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Festhalle Viersen gelockt.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Martin Häming
Viersen – Zwei Tage lang drehte sich dort alles um ganzheitliche Gesundheit, persönliche Entwicklung und spirituelle Lebensführung. Mehr als 50 Aussteller präsentierten ihre Angebote, während rund 40 Vorträge und Workshops ein dichtes Programm boten, das von medizinischen Ansätzen über alternative Heilmethoden bis hin zu philosophischen Fragen nach Selbstfürsorge und innerer Balance reichte.

Bereits am Samstagvormittag setzte in der Halle ein reger Besucherstrom ein. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich in Ruhe an den Ständen umzusehen, Gespräche mit Fachleuten zu führen oder neue Methoden unmittelbar auszuprobieren. Die Ausstellerinnen und Aussteller kamen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesundheits- und Bewusstseinsarbeit: Naturheilkundliche Anwendungen standen ebenso im Mittelpunkt wie Coachingangebote, Ernährungsberatung oder energetische Verfahren. Daneben fanden sich auch spirituelle Kunst, handgefertigter Schmuck und hochwertige Naturprodukte im Angebot.
Die Messe griff damit ein Thema auf, das für viele Menschen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Steigende Anforderungen im Berufsleben, Zeitdruck und eine stetig wachsende Informationsflut prägen den Alltag vieler Bürger. Entsprechend groß ist das Interesse an Konzepten, die körperliche und mentale Stabilität stärken sollen. Die EinsSein-Messe verstand sich in diesem Zusammenhang als Plattform für Prävention, Austausch und neue Perspektiven auf Gesundheit.
Zentraler Bestandteil der Veranstaltung war das umfangreiche Vortragsprogramm, das sich über beide Messetage erstreckte. Parallel liefen Präsentationen, Workshops und Erlebnisvorträge, die von Fachleuten aus verschiedenen Disziplinen gestaltet wurden. Themen wie Stressbewältigung, Energiearbeit, Ernährung, Meditation oder körperliche Selbstregulation standen dabei im Mittelpunkt.

Zum Auftakt des Programms am Samstag sprach Roswitha Zilius-Latusek vom Lichtzentrum für spirituelle Heilung über Methoden zur Auflösung energetischer Blockaden und zur Harmonisierung verschiedener Ebenen des Körpers. Parallel stellte Verena Schoder von Mindmatch ein ganzheitliches Konzept für die Begleitung von Schilddrüsenerkrankungen vor. Dabei ging es um das Zusammenspiel von Stress, Nervensystem, Ernährung und hormonellen Prozessen sowie um die Frage, warum Beschwerden trotz scheinbar unauffälliger Laborwerte bestehen können.
Auch Klang und Schwingung spielten im Programm eine Rolle. Stephanie Lier und Uwe Breitung präsentierten in ihrem Beitrag „Gespräch aus Schwingung und Klang“ die Wirkung von Gong und Klangschalen als Erfahrungsraum für Wahrnehmung und Achtsamkeit. Besucher konnten dabei unmittelbar erleben, wie akustische Resonanzen auf Körper und Stimmung wirken können. Ein weiteres Thema griff Silke Carbonari auf. Sie erläuterte die Bedeutung einer gesunden Mikrozirkulation für Leistungsfähigkeit, Regeneration und Stressreduktion. Der Vortrag vermittelte anschaulich, welche Rolle die Durchblutung der kleinsten Gefäße für das allgemeine Wohlbefinden spielt und wie moderne Technologien zur Unterstützung eingesetzt werden können.
Die Verbindung zwischen körperlichen und emotionalen Prozessen war Gegenstand eines Beitrags von Janine Klee von der ZahnKieferBalance Akademie. Sie erläuterte, wie Stress, Druck und emotionale Belastungen sich auch im Mundraum widerspiegeln können und warum eine ganzheitliche Betrachtung von Zähnen, Gefühlen und Körper sinnvoll sein kann. Großes Interesse fand ebenfalls der Vortrag von René Portwich von der vital & physio GmbH, der Möglichkeiten vorstellte, die Schlafqualität ohne medikamentöse Unterstützung zu verbessern. Er beschrieb praktische Ansätze für einen erholsamen Schlaf und zeigte, wie alltägliche Gewohnheiten das Regenerationsvermögen beeinflussen.
Neben medizinischen und physiologischen Themen beschäftigten sich mehrere Beiträge mit spirituellen oder energetischen Konzepten. Ata Karaarslan präsentierte etwa seine sogenannten Energiekarten aus Blattgold sowie Kristallwürfel, die symbolisch für persönliche Entwicklung und Lebensbereiche stehen. Ina Paulus demonstrierte in einer Heilsession Methoden geistiger Energiearbeit, während Iris Lemke von ProLight den Begriff der Biophotonen und ihre Rolle in biologischen Regulationsprozessen erläuterte. Auch traditionelle Heilmethoden fanden im Programm ihren Platz. Mario Zippel stellte Ayurveda als jahrtausendealte indische Medizin vor, während Labité Agnitèvi Einblicke in die Bedeutung von Ernährung innerhalb der afrikanischen Naturheilkunde gab. Dabei wurde insbesondere der Zusammenhang zwischen Ernährung, Spiritualität und körperlicher Gesundheit thematisiert.

Am Abend klang der erste Messetag mit einem Live-Konzert aus, das im Eintrittspreis enthalten war. Die musikalische Darbietung bildete für viele Besucherinnen und Besucher einen atmosphärischen Abschluss eines intensiven Tages und schuf einen gemeinsamen Moment zwischen Publikum und Ausstellern.
Auch am Sonntag setzte sich das vielfältige Programm fort. Wiederum parallel laufende Vorträge und Workshops beschäftigten sich mit Fragen der persönlichen Entwicklung und der inneren Balance. Christina Löw präsentierte ein Live-Channeling mit Tarotkarten als Instrument der Selbsterkenntnis. Verena Rütz widmete sich in ihrem Vortrag der Erfahrung des Alleinseins und stellte Überlegungen vor, wie dieses als bewusste Verbindung zu sich selbst verstanden werden kann. Musikalisch geprägt war der Beitrag von Kurt-Christian Nirias Adenau, der unter dem Titel „Herzensmusik“ ein Konzert präsentierte, das Zuhörerinnen und Zuhörer zur Wahrnehmung von Selbstliebe und innerer Ruhe einladen sollte. Parallel griff Silke Carbonari erneut das Thema Mikrozirkulation auf und erläuterte praktische Ansätze zur Förderung der körperlichen Regeneration.
In weiteren Vorträgen ging es um neue berufliche Perspektiven im Gesundheitsbereich, etwa im Beitrag von Iris Lemke über den Beruf des Heilberaters, oder um Körperwahrnehmung und Haltungsmuster, wie sie Janine Klee anhand des sogenannten Körperlesens erläuterte. Meditative und spirituelle Elemente bildeten ebenfalls einen festen Bestandteil des Sonntagsprogramms. Irene Krins vom Reikizentrum Tönisvorst leitete eine Engelmeditation, in der es um das Loslösen von belastenden Beziehungen ging. Michael Schwabe und Kristin Martin stellten die Wirkung von Klangschalen auf Körper und Seele vor.
Während der gesamten Messe war die Festhalle geprägt von einer offenen, ruhigen Atmosphäre. Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, mit Ausstellern ins Gespräch zu kommen, Anwendungen auszuprobieren oder sich über neue Perspektiven auf Gesundheit zu informieren. Viele nahmen sich bewusst Zeit für längere Gespräche oder besuchten mehrere Vorträge hintereinander. Die EinsSein-Messe bot damit nicht nur ein Informationsangebot, sondern auch einen Erfahrungsraum, in dem verschiedene Ansätze für körperliches und seelisches Wohlbefinden vorgestellt wurden. Das Spektrum reichte von wissenschaftlich orientierten Gesundheitskonzepten bis hin zu spirituellen Praktiken, die persönliche Entwicklung und Selbstwahrnehmung in den Mittelpunkt stellen. (sk)





