Modernste Automatisierung und neue Arbeitsplätze: Bei seinem ersten offiziellen Unternehmensbesuch war Landrat Bennet Gielen bei Hermann Kohnen Maschinenbau in Viersen zu Gast.
Viersen – Zerspanung mag als „Old Economy“ gelten – doch ohne sie läuft nach wie vor nichts: „Kein Auto würde fahren, kein Stoff könnte gewebt werden, kein Smartphone würde uns mit der gesamten Welt vernetzen“, zählt Steffen Mallon auf. Der 30-jährige Schwalmtaler führt die Hermann Kohnen Maschinenbau GmbH (HK) in Viersen. „Wir wachsen gegen den Trend“, so Mallon. In den vergangenen zwölf Monaten konnten zehn neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das inzwischen 16-köpfige Team arbeitet für Kunden in ganz Europa.
Besuch bekam HK zuletzt von Bennet Gielen, Landrat des Kreises Viersen, und WFG-Geschäftsführer Dr. Thomas Jablonski. Beim lockeren Austausch ging es unter anderem um die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen am Niederrhein. „Es ist faszinierend zu sehen, wie Firmen im Kreis Viersen ihre Stärken im harten, globalen Wettbewerb ausspielen“, so Gielen. „Dafür ist HK ein besonders gutes Beispiel, vor allem bezüglich Unternehmergeist und Investitionsbereitschaft.“
Unter Mallons Führung hat das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten enorm erweitert. „Wir setzen auf Automatisierung, ohne die menschliche Komponente zu vernachlässigen“, sagt Mallon, der sowohl studierter Maschinenbauer als auch ausgebildeter Büchsenmacher ist. Vom Azubi bis zum reaktivierten Rentner reicht die Alterspanne im Betrieb. „Es gelingt uns, Erfahrung und Innovation zu einem erfolgreichen Mix zu verbinden“, so der Unternehmer und verweist auf einen beeindruckenden Maschinenpark in der Halle am Kränkelsweg. Besonders stolz ist das Team auf einen Industrie-Roboter, der schwere Metallrohlinge ihrer Verarbeitung zuführt – und das „24/7“ und ganz automatisch. „Eine Anlage in dieser Dimension dürfte in der Region einmalig sein“, schätzt Mallon.
Die strategische Ausrichtung trägt Früchte – nicht nur in Bezug auf den wachsenden Umsatz. Die Hermann Kohnen Maschinenbau GmbH wurde mit dem Digital-Pokal 2025 der WFG ausgezeichnet. Begründung der Jury: Durch den Einsatz der Automatisierungslösung konnten die Stillstandszeiten in der Produktion deutlich verringerten und die Effizienz gesteigert werden. „Der Erfolg von HK ist ein hervorragender Beleg dafür, dass klassische Fertigung und moderne Automatisierung Hand in Hand gehen können und künftig auch müssen“, betont Jablonski.
Bei der Suche nach geeigneten Finanzierungspartnern für die Modernisierung konnte Mallon auf die Unterstützung der WFG bauen. „Das war eine große Hilfe“, sagt der der geschäftsführende Gesellschafter. Er sieht in der Branche und in seinem Unternehmen im Besonderen großes Potenzial für die Zukunft – „doch ohne Investitionen in neue Technologien geht es nicht“.
Für Landrat Bennet Gielen war der Blick hinter die Kulissen von HK der Auftakt für weitere Unternehmensbesuche gemeinsam mit der WFG. „Auf diese Weise möchte ich in den direkten Kontakt mit Unternehmerinnen und Unternehmern im Kreis Viersen treten. Es ist mir wichtig, ein unmittelbares Bild von den aktuellen Chancen, aber auch den Herausforderungen und Problemen der hiesigen Wirtschaft zu bekommen“, sagt der Landrat. (opm)





