Bei ihrer Mitgliederversammlung im Haus Kother haben Bündnis 90/Die Grünen Nettetal den Blick klar nach vorne gerichtet. Im Mittelpunkt standen die zukünftige politische Arbeit des Ortsverbandes sowie die Vorbereitung auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2027.
Nettetal – Ein zentrales Signal setzte der Ortsverband mit einem Votum für Ratsmitglied Manuel Britsch, der sich um die Direktkandidatur der Grünen im Landtagswahlkreis Viersen II bewerben möchte.
Britsch betonte in seiner Rede, dass die kommenden Jahre politisch entscheidend werden:„Wir stehen für eine Politik, die Realitäten anerkennt, Probleme benennt und auch Antworten liefert – eine Politik, die Verantwortung übernimmt, ehrlich ist und keine einfachen Scheinlösungen präsentiert, sondern die Menschen mitnimmt“.
Auch Nettetals Bürgermeister Christian Küsters hob die Bedeutung einer lösungsorientierten Politik hervor: „Unser Weg ist, Lösungen zu suchen. Unser Weg ist, Verantwortung zu übernehmen. Und unser Weg ist es, Nettetal zukunftsfähig zu machen“. Konkret gehe es darum, Klimaschutz vor Ort voranzubringen, nachhaltige Mobilität zu stärken, lebenswerte Stadtteile zu entwickeln sowie gute Schulen, starke Vereine und eine moderne Verwaltung zu unterstützen.
Der Vorsitzende der Grünen Ratsfraktion, Guido Gahlings, verwies auf die Herausforderungen der kommenden Jahre in der Kommunalpolitik: „Die Kommunen stehen vor großen finanziellen Herausforderungen. Gerade deshalb müssen wir Klimaschutz, Mobilität und nachhaltige Stadtentwicklung konsequent weiter voranbringen“.
Neben den politischen Berichten nutzten die Mitglieder die Versammlung auch, um neue Arbeitsstrukturen umzusetzen. Mehrere Arbeitskreise wurden gegründet, unter anderem zu den Themen Soziales, Wohnen, Feminismus und Gleichberechtigung sowie Eltern, Familie, Kita und Schule. Ziel ist es, politische Themen noch stärker vor Ort zu bearbeiten und interessierte Mitglieder aktiv einzubinden.
Nathalia Thiel, die frauenpolitische Sprecherin des Ortsverbandes, machte in ihrem Bericht deutlich, dass Gleichberechtigung weiterhin eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe bleibt. Angesichts steigender Zahlen von Gewalt gegen Frauen und neuer antifeministischer Strömungen sei es wichtig, Solidarität zu zeigen und sich aktiv für Gleichstellung einzusetzen. Gleichzeitig gebe es auch ermutigende Entwicklungen – etwa neue Initiativen für Frauenrechte und mehr gesellschaftliche Sensibilität für Diskriminierung.
Die beiden Sprecher*innen des Ortsverbandes, Lisa Schönfeld-Simon und Panagiotis Alexandridis, betonten, dass der Ortsverband mit wachsender Mitgliederzahl, neuen Beteiligungsformaten und einem klaren politischen Kurs gut für die kommenden politischen Herausforderungen aufgestellt sei.
Panagiotis Alexandridis ergänzte: „Die Landtagswahl 2027 wird eine wichtige politische Wegmarke sein. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Veränderungen braucht es eine starke Stimme für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Zukunft“. (opm)





