Die Anfänge des beliebten Komikers Bülent Ceylan im Quatsch Comedy Club sind lange her, längst hat er die großen Bühnen erobert und kann zahlreiche Auszeichnungen sein Eigen nennen. Mit seinem 11. Liveprogramm gastierte er am Freitag in der Red Box am Sparkassenpark und sorgte mit Nippel statt Nietzsche für ansteckendes Lachen.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker
Mönchengladbach – „Von der „Generation Instagram“ lernen, heißt siegen lernen! Deswegen zeigt BÜLENT seinem Publikum nicht die kalte Schulter, sondern die rasierte Brust“, versprach Comedian Bülent Ceylan und machte sich selbst zum Luschtobjekt in der Gladbacher Red Box. Wer bis dahin nicht viel über osmanophile Kurpfalz-Lover wusste, der konnte an diesem Abend etwas Neues lernen.

Zu den absoluten Highlights der Bühnenprogramme des „Monnemer“ Starkomikers zählt sein aktuelles, denn Bülent nahm sich ganz nebenbei nämlich die Generation Instagram vor und wurde selbst zum Luschtobjekt. Eben Optik statt Inhalt – aber dafür gibt es ja Photoshop. Aufkommende Wollust war garantiert, ob nun bei bei den eigenen Luschtobjekten des Komikers, beginnend bei Frauenfüßen bis hin zu Gummifröschen, oder Liebhabereien mit Suchtfaktor von Autos bis hin zu Schuhen. Fast schon unfassbar und dennoch wahr: Es gibt Menschen, die Atomkraftwerke lieben.
Wer jetzt neugierig ist, warum der Donnergott Thor, übrigens ebenfalls gebürtiger Mannheimer, objektophil ist und wo sein Hammer hängt, oder was es mit Langhaar-Fetischisten auf sich hat, der sollte das Ceylan-Programm auf keinen Fall verpassen, bei dem die Freudentränen nur schwer zurückgehalten werden können. (nb)





