Freileitungskontrolle per Helikopter

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion überprüft seine Höchstspannungsfreileitungen (220 und 380 Kilovolt) im Rheinland, am Niederrhein – darunter auch im Kreis Viersen – und in Teilen des Sauerlandes. Die Überprüfung erfolgt bis voraussichtlich Anfang August 2025.

Region – Amprion kontrolliert seine Freileitungen im Rheinland, am Niederrhein und in Teilen des Sauerlandes. Bereits in den vergangenen Monaten wurden in einigen Bereichen des Netzgebietes von Amprion Kontrollflüge durchgeführt. Die Kontrollen werden nun fortgesetzt. Ziel der Flüge ist es, mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen, um im Anschluss erforderliche Reparaturarbeiten durchführen zu können. Die Sichtkontrolle aus der Luft ergänzt die regelmäßigen Bodeninspektionen, bei denen die Stromleitungen abgelaufen und Masten bestiegen werden. Insgesamt werden bei den Kontrollflügen rund 3.468 Masten und etwa 1.055 Stromkreiskilometer überprüft.

Flugplan abhängig vom Wetter

Die Befliegungen erstrecken sich voraussichtlich bis zum 3. August 2025. Aufgrund der Wetterbedingungen können kurzfristige Änderungen im Flugplan notwendig sein.

KW 29 vom 14.07. – 18.07.2025
o Kreis Heinsberg
o Städteregion Aachen
o Kreis Viersen

Bei einer Fluggeschwindigkeit von etwa 15 bis 20 km/h werden die Freileitungen aus der Luft kontrolliert. Dies ermöglicht oft eine bessere Erkennung der Komponenten als vom Boden aus. Neben dem Piloten des Helikopters fliegen zwei Amprion-Mitarbeitende mit, die die eigentliche Kontrolle durchführen. Kontrolliert werden insbesondere mögliche Seilschäden, defekte Isolatoren oder Schäden am Mastgestänge. Darüber hinaus wird auch darauf geachtet, ob durch die umliegende Umgebung, wie beispielsweise nah an die Leitungen heranwachsende Bäume, Gefahren entstehen. Die erfassten Mängel werden nach der Durchführung der Kontrollflüge ausgewertet und später behoben. Gravierende Mängel wie ein defekter Isolator werden sofort gemeldet und umgehend repariert.

Für Helikopterpilot*innen ist die Leitungsbefliegung immer wieder eine Herausforderung, da sie zum Teil in niedriger Flughöhe bis auf wenige Meter an die Masten und Leitungen heranfliegen müssen. Zudem müssen die Wetterbedingungen für einen sicheren Start und die Durchführung der notwendigen Aufnahmen stimmen. Durch die Kontrollflüge erhält Amprion innerhalb weniger Wochen einen Überblick über viele tausend Leitungskilometer des Höchstspannungsnetzes. (opm)

Foto: Amprion GmbH