Die Förderung des gesellschaftlichen Lebens in Krefeld und den umliegenden Kreisen hat durch Mittel aus dem PS-Zweckertrag der Sparkasse Krefeld im vergangenen Jahr erneut einen erheblichen Schub erhalten.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz und Leo Dillikrath
Region/Viersen – Insgesamt rund 670.000 Euro fließen aktuell an mehr als 400 Vereine und gemeinnützige Organisationen in der Region, zu der neben der Stadt Krefeld auch der Kreis Viersen sowie der südliche Teil des Kreises Kleve zählen.
Die Mittel stammen aus dem PS-Sparen, bei dem Kundinnen und Kunden mit dem Erwerb eines Loses nicht nur die Chance auf Gewinne erhalten, sondern zugleich einen Beitrag für regionale Zwecke leisten. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Instituts rund 2,7 Millionen dieser PS-Lose verkauft. Von jedem einzelnen Los fließen 25 Cent unmittelbar in den Zweckertrag, aus dem die Fördergelder gespeist werden.

Die Verteilung dieser Mittel erfolgt breit gefächert. Unterstützt werden Projekte aus den Bereichen Jugendarbeit, Sport, Kultur und Umwelt ebenso wie kleinere Initiativen, die häufig auf verlässliche finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Die Fördersummen reichen im Einzelfall von 500 Euro bis hin zu deutlich größeren Beträgen, abhängig von Umfang und Bedarf der jeweiligen Vorhaben.
Am 17. März stand die Übergabe der Fördermittel im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kreis Viersen eingeladen waren. Der regionale Repräsentant der Sparkasse Krefeld, Stefan Vander, begrüßte die Gäste und dankte ihnen für ihr Engagement. Im Rahmen der Zusammenkunft erhielten die Empfänger ihre Spendenzusagen in Form von Umschlägen, die symbolisch für die konkrete finanzielle Unterstützung standen.
Die Ausschüttung fügt sich in eine lange Entwicklung ein. Seit dem Jahr 1977 wurden mithilfe der Prämienlos-Sparerinnen und -Sparer insgesamt mehr als 23,75 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke in der Region bereitgestellt. Damit zählt das Modell zu den kontinuierlichen Förderinstrumenten der Sparkasse, das über Jahrzehnte hinweg ein breites Spektrum an Projekten begleitet hat.

Parallel zur Mittelverwendung verweist die Sparkasse auch auf die Struktur des PS-Sparens selbst. Ein Monatslos kostet fünf Euro, wovon vier Euro als Sparanteil angespart werden, während ein Euro in den Lotterieeinsatz fließt. Durch die Abwicklung über Daueraufträge und eine vergleichsweise geringe Kostenstruktur verbleibt ein hoher Anteil der Einsätze im System. Rund 55 Prozent werden nach Angaben der Sparkasse als Gewinne ausgeschüttet, was im Vergleich zu anderen Lotterien eine hohe Quote darstellt.
Im Jahr 2025 wurden auf diesem Wege etwa 1,35 Millionen Euro an Gewinne an Kundinnen und Kunden der Sparkasse Krefeld ausgezahlt. Darunter befanden sich auch zwei Hauptgewinne von jeweils über 50.000 Euro. Gewinne können dabei – je nach Auslosung – Beträge zwischen 2,50 Euro und 250.000 Euro erreichen. Die Kombination aus Sparanteil, Gewinnchance und regionaler Mittelverwendung macht das PS-Sparen zu einem festen Bestandteil der Finanzierung gemeinnütziger Strukturen in der Region, deren Träger vielfach auf wiederkehrende und planbare Unterstützung angewiesen sind. (cs)





