NABU fordert Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk

Bunte Feuerräder, zischende Raketen und krachende Böller: Feuerwerk gehört für viele Menschen an Silvester und anderen Festen dazu – allerdings ist es in jüngster Zeit zunehmend umstritten.

Umwelt – Denn Feuerwerk bringt vor allem an Silvester jedes Jahr starke Feinstaubbelastung und enorme Müllmengen mit sich, zudem hat es schädliche Auswirkungen auf Wildtiere. Der NABU fordert darum ein Verbot privater Silvesterknallerei und eine Beschränkung auf zentral organisierte Feuerwerke.

„Vor allem Vögel reagieren stark auf Böller und Raketen an Silvester“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Sie fliehen in große Höhen, landen für lange Zeit nicht und kehren nur zögerlich zu ihren Rast- und Schlafplätzen zurück.“ Wasservögel reagieren noch in vier bis sieben Kilometern Entfernung auf Feuerwerk mit Flucht. Wenn Vögel in Schwärmen in großer Panik flüchten, können sie gegen Glasscheiben oder Stromleitungen prallen. Aber auch andere Wildtiere wie Füchse, Biber und Fledermäuse werden durch den starken Lärm gestresst. „Wer Haustiere hat, wird es kennen: Der Familienhund versteckt sich unter dem Sofa, wenn die stundenlange Knallerei losgeht“, so Miller. „Bei Wildtieren löst der heftige Lärm den Fluchtreflex aus.“ Dadurch verbrauchen sie viel Energie, die sie zum Überleben in der kalten Jahreszeit benötigen. „Das kann schnell lebensbedrohend werden“, so Miller.

Der NABU fordert außerdem ein grundsätzliches Verbot von Feuerwerken in der Brutzeit von März bis August, für das nur durch die Einschätzung von Fachgutachtern Ausnahmen erteilt werden dürfen. Miller: „Feuerwerke in der Brutzeit können den Bruterfolg beeinträchtigen, beispielsweise durch Nestaufgabe und unterkühlte Eier wegen zu langer Abwesenheit der Altvögel.“ Es gilt außerdem Abstände von mindestens 2.000 Meter Abstand zu Schutzgebieten für Wildtiere und 4.000 Meter zu Kranich- und Gänseschlafplätzen einzuhalten. Auch in der Nähe bekannter Fledermausquartiere darf es kein Feuerwerk geben.

Auf Feuerwerk an Silvester muss aber nicht komplett verzichtet werden. Hier schlägt der NABU vor, dass Städte und Gemeinden zentrale Feuerwerke organisieren, vorzugweise Lichtshows. Die Konzentration auf bestimmte Orte reduziert Müll und Lärm – so kann das neue Jahr umwelt- und naturfreundlicher begrüßt werden. (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel

7 Kommentare

  1. Das Sylvester Feuerwerk sollte Tabu sein, denn der Feinstaub ist eine große Belastung und die Menschen die diese Feuerwerkskörper Zünden lassen den Dreck einfach liegen, und andere haben den Schaden. Oft sogar Auto defekt. Für Tiere ist es eine Zumutung. Kranke und sehr alte Personen werden damit oft nicht fertig. Haben so oft ohne diese Knallerei die nur viel Unrat hinterlässt einfach weggelassen und das Feiern ins Neujahr toll erlebt.

    1. Das Auto ist defekt……aha……ja, das darf natürlich nicht sein, denn muss damit natürlich am nächsten morgen wieder Feinstaub produzieren.

    2. Hört auf mit dem Fliegen,spart euch die Kreuzfahrtschiffe,mottet die Wohnmobile ein,schaltet die elektronische Spasskommunikation aus, ab mit der e-Umweltpkwsau in die Garage, macht euch nicht wichtiger als ihr seit. Und wenn ihr alles umgesetzt habt was andere Menschen belästigt,schädigt und nerv,dann könnt ihr fordern. Erst ihr,dann wieder ihr!

  2. Ein Hauch von Sarkasmus, Ironie und Zynismus?:

    Der Mensch für sich ist die größte Gefahr für Natur und Umwelt. Sollte dieser nicht tabu sein und von der Erde verschwinden?

    Verbote und Regeln sind sinnlos, da sie zumeist ignoriert werden. Solange die Ursache nicht bekämpft ist, werden die Folgen weder vermindert, geschweige denn, verhindert werden.

    Vielleicht hilft bei Zuwiderhandlung die standrechtliche Erschießung dabei, die Menschen wach zu rütteln.
    ———-
    Nein, im Ernst, lassen wir die Kirche im Dorf. Wenn wir alles mit ein wenig Zurückhaltung, Bedacht und Rücksicht tun, wird niemand zu Schaden kommen, auch nicht Natur und Umwelt!

    1. Lieber Opa,
      machen sie sich über „uns“ mal keine Sorgen. Die Evolution weiss seit Jahrmilliarden,was zu tun ist. Auch wie man Fehler korrigiert 😉😉

      1. Geschätzter Don,
        ist schon richtig, darum nehme ich das hier mit einem bisschen schwarzen Humor.
        Sorgen mach ich mir keinesfalls, aus dem Alter bin ich raus.

        Fakt ist jedoch, dass alle Veränderung wünschen, aber niemand bereit ist, den ersten Schritt zu tun.

        Es fängt doch im Kleinen an, siehe z.Bsp. die “ Klebeaktion “ der Aktivisten: hoch toxischer Umwelt schädigender Sekundenkleber…..

        Jeder, aber wirklich jeder kehre vor der eigenen Tür, dann ist die Welt sauber und geschützt!

  3. Was soll sich großartig Verändern, solange aus mir kein Dinosaurier wird ist mir alles egal, jeder kann tun und schreiben was er möchte, und so soll es bleiben. Denn ob jedes Jahr ein oder mehrere Feuerwerke stattfinden ist mir doch völlig egal, denn Atombomben Sprengungen und mehrere Teste durchführen auf unseren Planeten ist doch auch ständig.
    Und Kriege haben wir immer durch Egoismus und kein Verstand, diese Sache ist schlimmer als ein Feuerwerkskörper wird Verbrannt.
    Lot mat Jöcke.

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