Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen in der Region Mittlerer Niederrhein/Düsseldorf begrüßt eine Bewerbung um die Olympischen Spiele und erwartet im Falle eines Zuschlags deutliche Vorteile für den Wirtschaftsstandort.
Region – Das ist das Ergebnis einer Befragung der Industrie- und Handelskammern (IHK) Mittlerer Niederrhein und Düsseldorf unter 700 regionalen Unternehmen. „Damit spricht sich die Wirtschaft klar für eine Bewerbung aus“, betont Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. „Bei allen berechtigten Diskussionen über die Kosten darf nicht außer Acht gelassen werden, welche positiven Effekte eine erfolgreiche Bewerbung für Infrastruktur und Standortmarketing mit sich bringen kann.“ Im Rahmen der Veranstaltung „Olympische Spiele – Impulsgeber für die Wertschöpfung am Mittleren Niederrhein“ am Dienstag, 7. April, 18 Uhr, möchte die IHK in der YAYLA-Arena in Krefeld über eine Bewerbung und die damit verbundenen positiven Effekte für den Wirtschaftsstandort diskutieren.
Jedes fünfte Unternehmen rechnet mit sehr positiven, rund 61 Prozent mit eher positiven Effekten. Lediglich 15 Prozent erwarten eher negative, nur fünf Prozent sehr negative Auswirkungen. Besonders deutlich fällt das Stimmungsbild im Einzelhandel aus: Hier gehen knapp 83 Prozent der Betriebe von positiven Effekten aus. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wünschen sich unsere Mitgliedsunternehmen einen Impuls für die Region – eine erfolgreiche Olympiabewerbung könnte ein solcher Impuls sein“, so Steinmetz. „Deshalb möchten wir das Thema vor den anstehenden Ratsbürgerentscheiden mit Experten und Unternehmen diskutieren.“
Im Mittelpunkt der Veranstaltung „Olympische Spiele – Impulsgeber für die Wertschöpfung am Mittleren Niederrhein“ wird die Frage stehen, welche wirtschaftlichen Chancen mit einer Olympiabewerbung und einer möglichen Austragung der Spiele für den Wirtschaftsstandort Mittlerer Niederrhein verbunden wären – vor allem mit Blick auf die Bereiche Infrastruktur, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung. Professor Dr. Holger Preuß, Professor für Sportökonomie und Sportsoziologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, wird mit seiner Keynote „Der Olympia-Effekt: 7 Impulse für den Wirtschaftsstandort“ auf das Thema einstimmen und aufzeigen, wie Regionen langfristig von Olympischen Spielen profitieren können. Niklas Börger, Projektleiter der Olympiabewerbung bei der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, gibt einen Überblick über den Bewerbungsprozess.
In der anschließenden Podiumsdiskussion werden die Chancen und Herausforderungen einer Olympiabewerbung aus sportlicher, politischer und wirtschaftlicher Perspektive beleuchtet. Diskutieren werden: Frank Meyer (Oberbürgermeister der Stadt Krefeld), Felix Heinrichs (Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach), Peer Steinbrück (Vertreter der Olympiabewerbung) sowie Stephan Brause vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Michael Hilgers vom Hockeypark Mönchengladbach und Paul Keusch von der YAYLA-Arena werden die Runde ergänzen. Die beiden Sportstättenbetreiber werden über die Chancen berichten, die Olympische Spiele für ihre Standorte bieten können.
Unternehmerinnen, Unternehmer und Interessierte sind eingeladen, ihre jeweilige Perspektive in die Diskussion einzubringen und sich mit den wirtschaftlichen Potenzialen einer Olympiabewerbung auseinanderzusetzen.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich unter:
(opm)




