Vielfältiger Niederrhein: Lokale Anbieter präsentierten sich an der Brüsseler Allee

Buntes Treiben auf dem Edeka-Parkplatz hinter dem Viersener Bahnhof zog am Samstag trotz der wiederkehrenden Regenschauer zahlreiche Interessierte an, denn Edeka Zielke bot rund zwanzig Lieferanten aus der Nachbarschaft die Möglichkeit sich den Kunden zu präsentieren.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen – Regionale Lebensmittel einkaufen ist nicht nur „in“, denn ein solcher Einkauf bietet eine Vielzahl von positiven Eigenschaften. Schließlich unterstützt der Einkauf von regionalen Lebensmitteln nicht nur die Wirtschaft, die Verbraucher schätzen zudem den Geschmack und die Frische durch den kürzeren Transportweg zum Handel. Hinzu kommt, dass der Kauf von regionalen Lebensmitteln den Umwelt- und Klimaschutz unterstützt. Was Oma und Opa bereits wussten, aber zu ihrer Zeit noch nicht als klimaschonend gekennzeichnet war, gewinnt deshalb in unserer Zeit immer mehr an Beliebtheit.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Doch woher genau kommt eigentlich das Fleisch, das Obst, Kartoffeln oder Eier? Einmal den Bauern oder den Bäcker persönlich kennenlernen und dabei direkt das vielfältige Angebot, das war am Samstag auf dem Edeka Zielke-Parkplatz an der Brüsseler Allee möglich. Rund zwanzig regionale Anbieter waren gekommen, darunter die Jürgen Esser Konfekt- und Feingebäckherstellung aus Mönchengladbach, die Hummen Kaffeerösterei aus Kempen oder der Pilzhof Nettetal. Und wer hätte gedacht, dass guter Ziegenkäse aus Grefrath von der Hofkäserei Konnen, der schmackhafte Glückpunsch aus Hamminkeln oder das traditionelle Lohbusch-Bier aus Viersen stammt. Dazu dann noch ein Ei von glücklichen Hühnern für den Sonntagmorgen, denn am Wasserschloss Haus Neersdonk wechselt das mobile Hühnermobil stressfrei regelmäßig den Standort um die leckersten Insekten, Wiesenkräuter oder Blumen für die kleine Hühnerschar zu finden. „Aus der Region – für die Region“ muss eben kein abgedroschener Slogan sein.

Nicht nur hier lohnte sich ein genauerer Blick, auch sonst ist dieser immer ratsam, denn der Begriff „Region“ ist gesetzlich nicht geschützt und Werbebegriffe wie „von hier“ täuschen gerne einmal auf den Verpackungen. Deshalb empfiehlt es sich auf konkrete Regionsangaben zu achten, sich an den Angaben im Regionalfenster zu orientieren oder direkt beim Erzeuger zu kaufen. Hilfreich ist hier bei Eiern ein Blick auf den Code, der bei Eiern aus NRW mit x-DE-05 xxxx (05 für NRW) einen klaren Hinweis gibt oder auf das Kennzeichen g.U. (geschützte Ursprungsbezeichnung) oder g.g.A. (geschützte geografische Angabe). So lässt sich dann klimaschonend und sogar häufig so einkaufen, dass sogar die Landschaftspflege unterstützt wird. (ea)