Viersens Wirtschaft auf dem Weg zur Digitalisierung

Die Stadt Viersen am Niederrhein durchlebt einen spürbaren Wandel, der sich in nahezu allen Bereichen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens bemerkbar macht und die Region nachdrücklich prägt.

Service – Kleine und mittelständische Betriebe, Handwerksfirmen sowie Dienstleister in der Region stellen ihre alltäglichen Abläufe zunehmend auf digitale Werkzeuge um, weil sie dadurch ihre Arbeitsprozesse spürbar vereinfachen und beschleunigen können. Digitalisierung prägt 2026 den Alltag vieler Unternehmen vor Ort. Ob digitale Buchhaltung, automatisierte Lagersysteme oder Online-Kundenkommunikation – der Wandel erfasst beinahe jede Branche. Wie läuft dieser Wandel in Viersen konkret ab? Welche konkreten Herausforderungen treten bei der Umstellung auf digitale Prozesse in Viersen auf, und welche Schritte haben sich dabei in der Praxis als besonders wirkungsvoll und zielführend erwiesen? Ein genauer und aufmerksamer Blick auf die lokale Wirtschaftslandschaft macht deutlich, dass Viersen sich längst weit über den Ruf einer beschaulichen Kreisstadt hinaus zu einem lebendigen Wirtschaftsstandort entwickelt hat. In Viersen wächst ein lebendiges Ökosystem, das Tradition und technologischen Fortschritt miteinander verbindet.

Die Digitalisierung verändert nicht nur Geschäftsmodelle, sondern auch das Freizeitverhalten der Menschen in der Region. Digitale Plattformen gewinnen in verschiedensten Lebensbereichen an Bedeutung – von Verwaltungsprozessen bis hin zur Unterhaltung. Wer sich beispielsweise für ein Online Casino in Deutschland interessiert, erkennt schnell, wie stark digitale Angebote mittlerweile auch den Freizeitsektor prägen. Diese Entwicklung unterstreicht, dass der digitale Wandel weit über rein wirtschaftliche Aspekte hinausreicht.

Foto: Gerd Altmann/Pixabay

Wie Viersener Betriebe den digitalen Wandel konkret umsetzen

Handwerk und Einzelhandel als Vorreiter vor Ort

Besonders auffällig ist die Bereitschaft im lokalen Handwerk, neue Technologien einzusetzen. Tischlereien arbeiten mit 3D-Planungstools, Malerbetriebe nutzen Apps zur Auftragsplanung, und Elektroinstallationsfirmen setzen auf digitale Dokumentation. In einem Bericht über aktuelle Entwicklungen aus Viersen wurde bereits deutlich, wie breit das Spektrum der Digitalisierungsmaßnahmen im Kreisgebiet ausfällt. Ein Beispiel: Die Bäckerei Kamps am Rathausmarkt führte 2025 ein digitales Bestellsystem ein, über das Stammkunden ihre Brötchen vorab per Smartphone reservieren. Innerhalb weniger Monate stiegen die Vorbestellungen um rund 35 Prozent.

Auch der Einzelhandel in Viersen zieht nach, indem er sich zunehmend an die veränderten Einkaufsgewohnheiten der Kundschaft anpasst und neue Wege im Verkauf beschreitet. In der Viersener Fußgängerzone setzen mittlerweile mehrere Geschäfte auf hybride Verkaufsmodelle, die Online und Laden verbinden. Kundinnen und Kunden haben die Möglichkeit, Produkte online zu sichten, zu reservieren und anschließend vor Ort abzuholen. Das Click-and-Collect-Prinzip spart den Kundinnen und Kunden Zeit und stärkt zugleich den stationären Handel vor Ort. Die folgenden Maßnahmen haben sich für Betriebe in Viersen als besonders wirkungsvoll erwiesen:

  1. Einführung einer zentralen Warenwirtschaftssoftware zur Echtzeit-Abbildung der Lagerbestände
  2. Professionellen Online-Auftritt mit Terminbuchungsfunktion aufbauen
  3. Gezielte Nutzung von Social-Media-Kanälen für effektives Standortmarketing
  4. Mitarbeiterschulung im Umgang mit digitalen Werkzeugen über regionale Weiterbildungsangebote
  5. Zusammenarbeit mit lokalen IT-Dienstleistern für maßgeschneiderte Lösungen

Förderprogramme und Netzwerke als Wachstumsbeschleuniger

Die Stadt Viersen und der Kreis haben in den vergangenen zwei Jahren mehrere Initiativen gestartet, um den Mittelstand bei der Umstellung zu unterstützen. Das Programm „Digital.Viersen“ bietet interessierten Betrieben kostenlose Erstberatungen an und vermittelt darüber hinaus wertvolle Kontakte zu spezialisierten Agenturen, die bei der konkreten Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben unterstützen können. NRW fördert Digitalisierungsprojekte kleiner Betriebe mit Zuschüssen. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer berichten aus eigener Erfahrung, dass der regelmäßige Austausch mit anderen Betrieben in regionalen Netzwerken für sie mindestens ebenso wertvoll ist wie die finanzielle Förderung durch öffentliche Programme. Bei Stammtischen und Workshops teilen Teilnehmende praktische Erfahrungen zu passenden Softwarelösungen für kleine Betriebe.

Auch die Nachbarkommunen ziehen Nutzen aus dieser Dynamik. Wer sich über wirtschaftliche Impulse in der Umgebung informieren möchte, findet etwa in der Berichterstattung über wirtschaftliche Entwicklungen in Nettetal vergleichbare Ansätze. Die gesamte Region am Niederrhein vernetzt sich stärker, um gemeinsam von Skaleneffekten bei Softwarelizenzen, Schulungsangeboten und Infrastrukturprojekten zu profitieren.

Stolpersteine auf dem Weg und bewährte Lösungsansätze

Fachkräftemangel und technische Hürden im Alltag

Trotz der positiven Gesamtentwicklung, die sich in den vergangenen Jahren in der Region abgezeichnet hat, stehen zahlreiche Viersener Betriebe, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, vor konkreten Schwierigkeiten, die ihren weiteren Fortschritt spürbar behindern und dringend bewältigt werden müssen. IT-Fachkräfte fehlen dem Mittelstand, weil Großkonzerne in Düsseldorf und Köln mit höheren Gehältern locken. Viele Betriebe in der Region setzen deshalb verstärkt auf Quereinsteiger sowie auf interne Fortbildungen, weil sie auf dem umkämpften Arbeitsmarkt nur schwer ausgebildete IT-Fachkräfte für sich gewinnen können. Eine Schreinerei im Stadtteil Dülken hat beispielsweise zwei langjährige Mitarbeiter zu sogenannten Digitalisierungslotsen weitergebildet, die nun als wichtige Schnittstelle zwischen der traditionellen Werkstattarbeit und den modernen IT-Systemen des Betriebs fungieren.

Ein weiterer Stolperstein bleibt die Breitbandversorgung. Zwar wurde in den vergangenen Jahren massiv in Glasfaserausbau investiert, doch in einigen Gewerbegebieten am Stadtrand erreicht die Internetgeschwindigkeit noch nicht die notwendigen Werte für datenintensive Anwendungen. Die Stadtverwaltung hat angekündigt, bis Ende 2026 alle Gewerbegebiete flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen. Wer sich tiefergehend mit der wirtschaftlichen Dimension der Digitalisierung in Deutschland beschäftigen möchte, findet beim ifo Institut fundierte Analysen zur Digitalisierung der deutschen Wirtschaft, die aktuelle Zahlen und Prognosen bereitstellen.

Datenschutz und Cybersicherheit als unterschätzte Aufgaben

Je stärker die digitale Vernetzung in Unternehmen und Betrieben voranschreitet, desto größer wird auch die Angriffsfläche, die Cyberkriminelle für ihre Attacken und Eindringversuche ausnutzen können. Gerade kleinere Betriebe, die oft über keine eigene IT-Abteilung verfügen, unterschätzen dieses Risiko häufig und setzen sich dadurch unbemerkt einer erheblichen Gefahr aus. Mehrere mittelständische Firmen in Viersen wurden 2025 durch Ransomware-Angriffe erpresst und ihre Daten verschlüsselt. Seitdem investieren deutlich mehr Unternehmen in der Region in professionelle Sicherheitskonzepte, die sowohl technische Schutzmaßnahmen als auch Schulungen für die eigenen Mitarbeiter beinhalten. Die IHK Mittlerer Niederrhein bietet Workshops zu IT-Sicherheit, Passwortrichtlinien und Datensicherung an. Lokale IT-Sicherheitsfirmen führen regelmäßige Prüfungen durch und decken Schwachstellen rechtzeitig auf.

Auch die Datenschutz-Grundverordnung, die seit ihrem Inkrafttreten zahlreiche Pflichten im Umgang mit personenbezogenen Daten vorschreibt, stellt viele Betriebe, unabhängig von ihrer Größe oder Branchenzugehörigkeit, vor erhebliche bürokratische Herausforderungen, deren Bewältigung oft zusätzliche Ressourcen und organisatorische Anpassungen erfordert. Betriebe müssen bei digitaler Kundendatenverarbeitung Einwilligungen, Löschfristen und Verarbeitungsverzeichnisse beachten. Mit praktischen Softwarelösungen lassen sich diese Pflichten automatisieren, sodass der zeitliche Aufwand für Betriebe überschaubar bleibt.

Warum der digitale Aufbruch am Niederrhein gerade erst beginnt

Die Entwicklung in Viersen zeigt stellvertretend für viele deutsche Mittelstädte, dass Digitalisierung kein abstraktes Schlagwort bleiben muss, sondern sich durch gezielte Maßnahmen vor Ort in greifbare Fortschritte verwandeln lässt, die Betriebe und Bürger gleichermaßen spüren. Konkrete Vorhaben, regionale Vernetzung und pragmatische Ansätze sind es, die den entscheidenden Unterschied ausmachen. Der Handwerksbetrieb, der seine Aufträge konsequent über digitale Werkzeuge plant und koordiniert, spart dadurch täglich wertvolle Arbeitszeit, die er stattdessen für seine eigentlichen Kernaufgaben nutzen kann. Ein Einzelhandelsgeschäft, das online Präsenz zeigt, erreicht neue Kundinnen und Kunden weit über die Fußgängerzone hinaus. Und die Stadtverwaltung, die sich dazu entschlossen hat, Glasfaser konsequent bis an jede einzelne Gewerbefläche im gesamten Stadtgebiet zu legen, schafft damit eine tragfähige Grundlage, auf der sich weiteres wirtschaftliches Wachstum in den kommenden Jahren aufbauen lässt.

Unternehmen sollten den Wandel nicht als einmaliges Projekt, sondern als dauerhaften Prozess verstehen. Technologien entwickeln sich stetig weiter, die Erwartungen der Kunden verändern sich in immer kürzeren Zyklen, und neue gesetzliche Vorgaben erfordern regelmäßige Anpassungen, auf die Unternehmen vorbereitet sein müssen. Wer heute die Weichen stellt, sichert Viersens Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft als Wirtschaftsstandort. 


Häufig gestellte Fragen

Welche Handwerksbetriebe in Viersen setzen bereits auf digitale Technologien?

Viele Viersener Handwerksbetriebe haben bereits den Sprung in die Digitalisierung geschafft. Tischlereien arbeiten mit 3D-Planungstools für präzise Kundenprojekte, Malerbetriebe nutzen spezialisierte Apps zur effizienten Auftragsplanung. Elektroinstallationsfirmen setzen zunehmend auf digitale Dokumentationssysteme, um ihre Arbeitsabläufe zu optimieren.

Welche digitalen Plattformen nutzen Menschen in Viersen neben beruflichen Anwendungen auch privat?

Neben den beruflichen digitalen Werkzeugen nutzen Menschen in Viersen verschiedenste Online-Plattformen für ihre Freizeit. Dazu gehören digitale Unterhaltungsangebote wie Streaming-Dienste, aber auch Plattformen für Glücksspiel wie ein Online Casino in Deutschland. Diese Entwicklung zeigt, wie umfassend der digitale Wandel alle Lebensbereiche der Region erreicht hat.

Welche Branchen in Viersen profitieren am meisten von der digitalen Transformation?

Der digitale Umbruch betrifft in Viersen nahezu alle Wirtschaftszweige, besonders stark profitieren jedoch Handwerksfirmen und Dienstleistungsbetriebe. Auch der lokale Einzelhandel zeigt große Fortschritte bei der Implementierung digitaler Prozesse. Diese Branchen können durch die neuen Technologien ihre Effizienz steigern und gleichzeitig näher an ihre Kunden heranrücken.

Wie unterstützt die Stadt Viersen lokale Betriebe bei der Digitalisierung?

Die Stadt Viersen fördert aktiv den digitalen Wandel ihrer lokalen Wirtschaft durch verschiedene Initiativen. Dabei entstehen Kooperationen zwischen traditionellen Unternehmen und technologieorientierten Dienstleistern. Das Ziel ist es, ein lebendiges Ökosystem aus bewährten Geschäftsmodellen und innovativen digitalen Lösungen zu schaffen.

Welche konkreten Digitalisierungsschritte haben sich für Viersener Unternehmen als besonders wirkungsvoll erwiesen?

Besonders erfolgreich haben sich cloudbasierte Buchhaltungslösungen, automatisierte Lagerverwaltungssysteme und digitale Kundenkommunikation erwiesen. Diese Werkzeuge ermöglichen es kleinen und mittelständischen Betrieben, ihre Prozesse zu verschlanken und gleichzeitig den Service zu verbessern. Die Bäckerei Kamps am Rathausmarkt führte bereits 2025 entsprechende digitale Lösungen ein. (opm)