Schussabgabe in Mönchengladbacher Innenstadt

Update: Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass ein 37-Jähriger tatverdächtig für die Schussabgabe ist. Er wurde von den Einsatzkräften bereits am Freitag vorläufig festgenommen. Ein 17-Jähriger, der ebenfalls verdächtigt wurde an der Schussabgabe beteiligt gewesen zu sein, wurde mittlerweile aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Der Tatverdacht erhärtete sich nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in diesem Fall nicht.

Der 37-Jährige wurde am vergangenen Samstag, 21. März, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an. Die Staatsanwaltschaft stuft die Schussabgabe inzwischen als gefährliche Körperverletzung ein.

Ein Tatverdächtiger der gefährlichen Körperverletzung im Rahmen der anschließenden Schlägerei ist weiterhin flüchtig. (lh/opm)


Am späten Donnerstagabend, 19. März, ist ein Mann im Bereich des Bismarckplatzes durch eine Schussabgabe leicht verletzt worden. Zwei weitere Männer wurden bei einer anschließenden Auseinandersetzung schwer verletzt.

Mönchengladbach – Gegen 22:18 Uhr meldeten mehrere Zeugen der Polizei eine Auseinandersetzung auf dem Bismarckplatz. Es sollen Schüsse gefallen und eine Person verletzt worden sein.

Die Polizei entsandte umgehend Streifenteams in den Bereich. Die Einsatzkräfte trafen vor Ort auf mehrere Tatverdächtige. Nach ersten Erkenntnissen wurde ein Mann durch eine Schussabgabe leicht verletzt. Die Besatzung eines Rettungswagens brachte ihn in ein Krankenhaus, wo man ihn ambulant behandelte.

Zeugen berichten, im Anschluss an den Schuss sei es zu einer Schlägerei zwischen mehreren Personen gekommen. Zwei daran Beteiligte wurden von Rettungskräften ebenfalls in umliegende Krankenhäuser gebracht, wo einer von ihnen stationär verblieb. Bei den Verletzten handelt es sich um zwei Männer, die augenscheinlich zuvor an der Schussabgabe beteiligt waren. Sie wurden vorläufig festgenommen. Zudem stellten die Polizisten die Schusswaffe sicher.

Die weiteren Beteiligten an der Auseinandersetzung sind derzeit flüchtig. Diese basierte ersten Ermittlungen zufolge auf privaten Streitigkeiten. Die polizeibekannten Personen haben keine Erkenntnisse im Bereich der Rocker- und/oder Clankriminalität.

Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach stuft die Schussabgabe vorläufig als versuchtes Tötungsdelikt ein, die körperliche Auseinandersetzung als gefährliche Körperverletzung. Die Kriminalpolizei Mönchengladbach hat eine Mordkommission eingerichtet. Die Ermittlungen zu Hintergrund und Ablauf der Taten dauern an. Da die Tatbeteiligung der genannten Personen nicht abschließend geklärt ist, können zu ihnen bis auf weiteres keine näheren Angaben gemacht werden. Es wird nachberichtet. (lh/et/opm)