Kempen: Einführung neuer öffentlicher Führung: „Weg der Erinnerung“

Wie gehen wir mit unserer Geschichte um? Wie erinnern wir uns an die Vergangenheit und welche Verantwortung ergibt sich daraus für die Gegenwart?

Kempen – Die neue öffentliche Führung „Weg der Erinnerung“, initiiert von dem Historiker Dr. Hans Kaiser und Ute Gremmel-Geuchen, Sprecherin der Initiative Stolpersteine Kempen, eröffnet die Möglichkeit, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus und ihren Auswirkungen vor Ort auseinanderzusetzen. Die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der Geschichte ist ein zentraler Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur.

Die rund 90-minütige Führung führt zu ausgewählten Stationen in der Kempener Altstadt, darunter mehrere Stolpersteine, die Gedenkstele am Rathaus sowie der Standort der ehemaligen Synagoge. An den letzten Wohnorten der Opfer werden deren Lebensgeschichten wieder sichtbar: Wer waren diese Menschen? Wie sah ihr Alltag in Kempen aus, bevor sie entrechtet, verfolgt, deportiert und ermordet wurden?
Die Führung macht deutlich, dass Erinnerung immer auch ein persönliches Gedenken ist und zugleich ein Auftrag für die Zukunft.

Geleitet wird die Führung von Dr. Hans Kaiser oder von Ute Gremmel-Geuchen. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten und eignet sich insbesondere auch für Schulklassen.

Die erste Führung findet am 8. Mai – dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus – um 18 Uhr statt. Treffpunkt ist die Tourist Information, Orsaystraße 3a in Kempen. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro pro Person.

Eine Anmeldung ist bis 13 Uhr am Vortag im Tourismusbüro erforderlich, telefonisch unter 02152 / 917-4120 oder per E-Mail an kartenverkauf@kempen.de. Auf Anfrage sind auch Gruppenführungen möglich.

Weitere Termine sind Freitag, 18. September 2026 und Freitag, 13. November 2026, jeweils um 18 Uhr. Weitere Informationen zur Initiative: https://stolpersteine-kempen.de/. (opm)