„Was geblieben ist“ – Ausstellung zur jüdischen Geschichte Viersens eröffnet am 2. Mai

Die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Viersen steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Was geblieben ist“, die am Samstag, 2. Mai um 16 Uhr im Heimatverein Altes Stadtarchiv eröffnet wird.

Viersen – Der Verein für Heimatpflege Viersen greift damit ein Kapitel der Stadtgeschichte auf, dessen Ursprünge bis in das frühe 19. Jahrhundert zurückreichen. Die Ausstellung zeigt, welche Spuren jüdischen Lebens bis heute im Stadtbild und im kollektiven Gedächtnis erhalten geblieben sind.

Ein besonderes Beispiel für gelebte Integration und gesellschaftliches Engagement ist die Geschichte des Metzgers Josef Cleffmann. Als eines der frühen Mitglieder der Viersener Feuerwehr war er als Hornist tätig und alarmierte im Brandfall seine Kameraden sowie die Bevölkerung – ein Symbol ist der historische Feuerwehrhelm aus dem Besitzer Status Viersen in der Ausstellung.
Grundlage der Ausstellung bildet das Buch „Spuren – eine Zeitreise durch die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde Viersens“, indem Beatrix Wolters, die die Ausstellung auch konzipiert hat, historische Entwicklungen ebenso wie persönliche Schicksale dokumentiert.
Zur Ausstellungseröffnung begrüßt Bürgermeister Christoph Hopp die Gäste. Eine Einführung in das Thema gibt Beatrix Wolters.

Die Ausstellung ist im Heimatverein Altes Stadtarchiv, Am Alten Gymnasium 4, sonntags von 14-16 Uhr, bei Veranstaltungen und zu besonderen Führungen, geöffnet. Sie lädt dazu ein, sich mit der lokalen Geschichte auseinanderzusetzen und die sichtbaren wie unsichtbaren Spuren jüdischen Lebens in Viersen zu entdecken. (opm)

Josef Cleffmann (ganz links) im Kreis seiner Feuerwehr-Kameraden. Foto: Kreisarchiv Viersen