Süchteln: Emotionale Reise durch 100 Jahre

Zu dem historischen Film „Et Krüppelheim“ lädt der Verein für Heimatpflege Viersen am 9. Oktober in Kooperation mit der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen ein.

Viersen-Süchteln – Über 100 Jahre ist es her, dass der Provinzialverband der Rheinlande den Entschluss fasste, eine damals sogenannte Krüppelheilanstalt zu gründen. Man suchte dafür ein geeignetes Haus und fand dies in Süchteln in Räumlichkeiten der Prov. Heil- und Pflegeanstalt Johannistal, der heutigen LVR-Klinik Viersen. Mit zwei kleinen Kölner Patientinnen startete die orthopädische Anstalt am 5. August 1921 ihren Betrieb.

Dies und die weitere Entwicklung der orthopädischen Kinderheilanstalt, die schnell zu einer der größten Kinderkliniken Deutschlands wurde, bis hin zur Entwicklung der heutigen Erwachsenenorthopädie erzählt Beatrix Wolters in ihrem Doku-Film. Lebhaft ergänzt werden die umfangreichen Archivrecherchen durch Interviews und schriftliche Berichte einer Reihe von Zeitzeugen. Besonders beeindruckend ist auch das noch vorhandene Film- und Fotomaterial, welches bis hin in die 20er Jahre des vorherigen Jahrhunderts reicht. Der erste Direktor der Klinik, Prof. Ludwig Roeren, war ein passionierter Fotograf und Filmer. „Ein Glücksfall für die Klinik“, bemerkt Wolters, die selbst seit 40 Jahren in der Klinik beschäftigt ist. Sie ergänzt: „Es war eine spannende Recherche und oft eine emotionale Reise.“

Der Film „Et Krüppelheim“ wird am Donnerstag 9. Oktober an zwei Uhrzeiten um 16 und 19 Uhr gezeigt. Da begrenzte Sitzplätze vorhanden sind, bitte unbedingt anmelden unter veranstaltungen@heimatverein-viersen.de . Der Eintritt ist frei. (opm)