Trotz hohem Alter noch mobil sein: So geht’s

In den heimischen vier Wänden ein selbstständiges Leben führen, Freunde treffen, draußen das schöne Wetter genießen: Was für viele Menschen selbstverständlich ist, kann im Alter zu einem Problem werden. Mit den Jahren verändert sich nämlich die Mobilität.

Service – Vielleicht, weil Bewegungen mühsamer werden und mehr Kraft kosten, oft aber auch durch Erkrankungen wie zum Beispiel Arthrose oder Rheuma. Dennoch ist es möglich, auch im hohen Alter noch mobil zu bleiben.

Foto: Steve Buissinne/Pixabay

Moderne Wegbereiter für mehr Lebensqualität

Wenn die Knochen und Gelenke permanent schmerzen, eine neurologische Erkrankung vorliegt und/oder die Muskulatur nicht mehr mitspielt, kann jeder Schritt zur Qual oder gar unmöglich werden. Aber deswegen traurig zu Hause sitzen? Das geht auch anders! Menschen, denen die Fortbewegung aus eigener Körperkraft nicht mehr möglich ist, können einen Elektrorollstuhl beantragen. Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Kosten komplett oder zumindest zu einem großen Teil übernommen. So muss der behandelnde Arzt beispielsweise die medizinische Notwendigkeit bescheinigen. Ein Elektrorollstuhl gibt vielen älteren Menschen ein wertvolles Stück Mobilität zurück und verbessert die Lebensqualität erheblich. Alltägliche Besorgungen können mit ihm wieder selbstständig erledigt werden, und auch die Teilnahme am öffentlichen Leben ist möglich.

Einige Beispiele:

  • der Besuch von Veranstaltungen und Cafés/Restaurants
  • Treffen mit Angehörigen, Freunden und Bekannten
  • Spazierfahrten im Park und in der Natur

Manchmal ist das größte Hindernis jedoch die eigene Wohnung: Nämlich dann, wenn die Treppe nicht mehr bewältigt werden kann. Viele ältere Menschen nutzen dann nur doch das Erdgeschoss und ziehen sogar aus dem Schlafzimmer im oberen Stock aus, um sich auf der Couch im Wohnzimmer das Nachtlager einzurichten. Ein gesunder und erholsamer Schlaf ist dann aber oft nicht mehr möglich. Abhilfe schafft ein Treppenlift, der sich heute bei quasi allen räumlichen Gegebenheiten verwirklichen lässt. Selbst bei schmalen und verwinkelten Treppen ist der Einbau eines Lifts in den meisten Fällen kein Problem mehr. Eine fachmännische Beratung ist natürlich unerlässlich, zumal es viele verschiedene Varianten gibt: vom besonders verbreiteten Sitzlift bis zum Hublift. Übrigens: Auch für den Treppenlift können Zuschüsse beantragt werden. So bleiben Senioren nicht alleine auf den Kosten sitzen.

Praktische Hilfsmittel für daheim und unterwegs

Mittlerweile gibt es ein ganzes Spektrum an Hilfsmitteln, die im hohen Alter die Mobilität verbessern. Wohnraum-Rollatoren sind besonders wendig, platzsparend und schmal. Sie erleichtern den Alltag zu Hause ganz deutlich. Besonders praktisch: Viele Modelle können mit nur einer Hand manövriert werden. Outdoor-Rollatoren sind dagegen extrem robust, stabil und trotzdem bequem in der Handhabung. Selbst kleine Spaziergänge im Wald sind damit möglich. Wer sich noch zutraut, ohne Rollator unterwegs zu sein, sollte sicherheitshalber einen Gehstock mitführen. Eine besonders praktische Lösung ist der Gehstock-Schirm, denn bei Bedarf lässt sich der Regenschirm mit wenigen Handgriffen vom Schirm trennen. Und falls das Badezimmer nur über eine Wanne, aber nicht über eine Dusche verfügt, stellt ein Badewannenlift die Körperhygiene sicher. Auch dabei ist eine Kostenübernahme bei medizinischer Notwendigkeit möglich.

Das Leben auch im Alter genießen

Auch im hohen Alter und bei eingeschränkter Mobilität kann das Leben noch richtig viel Spaß machen! Senioren sind darum gut beraten, sich nach individuell passenden Möglichkeiten umzuhören und gegebenenfalls Förderungen und Zuschüsse in Anspruch zu nehmen. (opm)