Der Blasiussegen wird erteilt mit zwei übereinander gekreuzten Kerzen. Der Segen geht auf den Hl. Blasius zurück, der einen Jungen vor dem Ersticken gerettet haben soll. Bischof Blasius von Sebaste, heutige Türkei, gestorben um das Jahr 315, wird als einer der Vierzehn Nothelfer verehrt.
Von Peter Josef Dickers
Literarisches – Der Segen entstand im 16. Jahrhundert. In den Viersener Pfarrreien wird er in den Gottesdiensten am 8. und 9. Februar gespendet.
Die Segensformel lautet: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“
Kritische Zeitgenossen werden lieber eine Arztpraxis oder Apotheke aufsuchen, wenn sie Halsweh haben. Verständlich. Dennoch ist nicht jeder Schmerz organisch bedingt. Alle möglichen Gesundheitsapostel bieten ihre Dienste an. Wer an sie glaubt, wird geheilt, oder auch nicht, gegen entsprechendes Honorar.
Wundersames geschieht in vielfältiger Weise. Aber nicht jeder Glaube kann „Berge versetzen.“ Der Blasiussegen soll zusätzlich „vor allem Bösen bewahren.“ Dazu gibt es reichlich Anlass in unseren Tagen. Man darf hoffen und wünschen, dass er dagegen wirkt. (opm)


Peter Josef Dickers wurde 1938 in Büttgen geboren. Nach einem Studium der Katholischen Theologie sowie der Philosophie und Pädagogik in Bonn, Fribourg/Schweiz, Köln sowie Düsseldorf erhielt er 1965 die Priesterweihe. Anschließend war er in der Seelsorge und im Schuldienst tätig, bis er sich 1977 in den Laienstand rückversetzen ließ und heiratete. Nach der Laisierung war er hauptamtlich tätig an den Beruflichen Schulen in Kempen (jetzt Rhein-Maas-Kolleg) mit den Fächern Kath. Religionslehre, Pädagogik, Soziallehre, Jugendhilfe/Jugendrecht.
„Seit der Pensionierung bin ich weiterhin engagiert durch meine Schreibtätigkeit, mein Vorlese-Engagement in diversen Einrichtungen und sonstige Initiativen. In den Sommermonaten lese ich zeitweise als „Lektor“ auf Flusskreuzfahrt-Schiffen aus meinen bisher erschienenen Büchern“, so Peter Josef Dickers, der mittlerweile in Mönchengladbach beheimatet ist.




