Werben für Verbesserung

Die Stadt Viersen hat begonnen, Schilder aufzuhängen, die an die Aufnahme der Stadt in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS) erinnern. Die Hinweistafeln hängen an viel befahrenen Ortseingängen.

Viersen – Das erste der Schilder wurde an der Grefrather Straße nahe der Bushaltestelle Heerbahn montiert. Bürgermeister Christoph Hopp sagte anlässlich der Montage, es sei gut, wenn die Arbeitsergebnisse der Verwaltung für die Öffentlichkeit sichtbar werden: „Wir sind hier auf einem richtigen Weg, auch wenn noch viele Schritte vor uns liegen.“

Durch die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft dokumentiert die Stadt Viersen den Willen, eine nahmobilitätsfreundliche Kommune zu werden. Dazu müssen etliche Kriterien erfüllt sein. Dazu gehören ein entsprechendes Konzept, das von der Lokalpolitik beschlossen sein muss. Auch muss mindestens eine dafür ausgebildete Fachkraft zum Personal gehören. Eine finanzielle Mindestausstattung steht ebenfalls auf der Liste der Voraussetzungen.

Mit der Auszeichnung das fußgänger- und fahrradfreundliche Kommune durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Aufnahme in die AGFS gewinnt die Stadt Viersen starke Unterstützung auf ihrem Weg zu mehr Nahmobilität.
Bereits während des zweieinhalb Jahre dauernden Aufnahmeverfahren hatte die Stadtverwaltung hilfreiche Hinweise insbesondere auf schnell umsetzbare Verbesserungen erhalten.

Mit der Mitgliedschaft sind zahlreiche Vergünstigungen und Angebote verknüpft. So erhalten Städte, Gemeinden und Kreise in der AGFS exklusiven Zugang zu Landesförderungen. Durch die Vernetzung in der Arbeitsgemeinschaft ergibt sich ein regelmäßiger Erfahrungs- und Wissensaustausch mit den anderen mehr als 120 Kommunen. Kostenlos für Mitgliedsstädte sind beispielsweise Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Hilfestellung, Ausleihe von Geräten zur Verkehrszählung und die Teilnahme an Seminaren des Deutschen Instituts für Urbanistik zum Radverkehr. Impulse aus Wissenschaft und Wirtschaft runden das Angebot ab.

Schließlich versteht sich die AGFS als gemeinsame Interessensvertretung gegenüber der Landes- und Bundespolitik. Die Mitgliedschaft gilt zunächst für 7 Jahre. Dann muss sie erneuert werden. Für diese Verlängerung prüft die Arbeitsgemeinschaft, welche Fortschritte auf dem Weg zu einer nahmobilitätsfreundlichen Stadt Viersen gemacht hat.

Die Urkunde über die Anerkennung als fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt und die Aufnahme in die AGFS hat Landes-Verkehrsminister Oliver Krischer der Stadt Viersen am 16. Januar 2026 gemeinsam mit Christine Fuchs, AGFS-Vorstand, überreicht. Neben der Urkunde übergab die Arbeitsgemeinschaft der Stadt bei dieser Gelegenheit auch die Schilder für die Ortseingänge. (opm)

Montage des ersten AGFS-Hinweisschilds an der Grefrather Straße in Süchteln. Es zeigt Bürgermeister Christoph Hopp (2. von rechts) und die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche (3. von links) mit weiteren Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Viersen. Foto: Stadt Viersen