Hauptbahnhof Viersen wird bei Ebay zum Kauf angeboten

Ein solches Angebot sieht man auf der Plattform des bekannten Online-Auktionshauses eher selten. Dort nämlich wird aktuell der Viersener Bahnhof, genauer gesagt das vorgelagerte Bahnhofsgebäude, für 1,3 Millionen Euro zum Kauf angeboten.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Neugierig geworden und gerade das passende Kleingeld zur Hand? Dann empfiehlt sich eine Suche nach „Empfangsgebäude Viersen zu verkaufen – Bahnhof von 1917“. Nein, kein Fake, tatsächlich bietet der Eigentümer Horst Dannreuter aktuell den Viersener Bahnhof zum Verkauf an – passenderweise „Zur kostenlosen Abholung“.

Rund 600 qm sind aktuell vermietet, 700 qm frei, dazu bietet das Bahnhofsgebäude weitere Ausbaureserven von gut 250 qm an – für Kosten von rund einer weiteren Million. Als denkmalgeschütztes Gebäude besteht zudem die Möglichkeit von hohen Sonderabschreibungen.

„Seit 1848 war Viersen in das neu entstehende Netz der deutschen Eisenbahnen einbezogen. Am 5.10.1849 wurde die Strecke Viersen-Homberg der Ruhrort-Crefeld-Kreis Gladbacher Eisenbahn eröffnet, die Ende 1851 bis Gladbach fertig gestellt war. 1865 sah die Eröffnung der Strecke nach Dülken, seit 1861 existierten bessere Verbindungen nach Köln und Duisburg über Neuss“, informiert die Stadt Viersen auf ihrer Seite zum Denkmalschutz des Gebäudes. „Infolge des so angestiegenen Verkehrs auf den nun zügigeren Bahnverbindungen wurde kurz vor dem Ersten Weltkrieg der Neubau einer diesen Bedingungen angemessenen Situation notwendig, für die außerhalb des Zentrums der heutige Platz am damals freien Gelände „Am Eichelnbusch“ gewählt wurde. Gleichzeitig und analog zu anderen Städten verlegte man die Eisenbahntrasse zur Erleichterung der Kreuzung mit dem Straßenverkehr in die höhere Ebene. 1917 (nach anderen Quellen 1921, was sich vermutlich auf die Fertigstellung der gesamten Bahnanlagen bezieht) wurde der Bau in Betrieb genommen.“

Im Jahre 2006 hatte die Deutsche Bahn das Bahnhofsgebäude an eine Tochterfirma der Stadt Viersen verkauft, von da aus wechselte es den Eigentümer noch im selben Jahr an eine Immobiliengesellschaft. Bereits hier war der Name Dannreuter als Teilhaber bekannt, der vor zehn Jahren das Gebäude dann vollständig übernahm. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

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8 Kommentare

  1. Es ist schon unterhaltsam, welche Wege für den Verkauf eines solchen Objektes eingeschlagen werden.

    Mit einem Augenzwinkern @ Redaktion:
    Der Viersener Bahnhof ist kein Hauptbahnhof !

  2. So fängt der Verkauf von Viersen an, wenn es schon mit den Bahnhof los geht, fragt sich bloß, wann wird die Kreisstadt wie auf einen Basar im Orient versilbert und in Einzelteile verramscht.
    Das hat Viersen nicht verdient, denn der Landrat möchte gerne noch seine neue Gleisanbindungen haben.
    Nun frage ich mich warum bloß? Ohne ein Bahnhof brauche ich keine Anschlüsse, denn das währe Fatal und nicht Wirtschaftlich. Kaufe auch keine Garage wenn ich kein Auto habe.
    Hier sind viele Perspektiven die ineinander Laufen und nicht gerecht den Bürger gegenüber gemacht werden.
    Hier werden Steuerzahler um die Nase herumgeführt.
    Was wir in Viersen möchten ist einen Bahnhof, der den Fahrgästen Anspricht, das es eine schöne Stadt ist und man sich freut hier zu sein.
    Aber eins steht bei uns in Viersen fest: ,, Hat die Politik einen Fehler in Viersen gemacht und nicht korrigiert, begeht einen zweiten“.

    1. Nicht der Bahnhof wird verkauft, sondern das Gebäude. Damit hat die Stadt Viesren nichts zu tun, denn die Immobilie befand sich ja schon in Privathand. Außerdem kann der Käufer nicht den Bahnhof schließen. Also erst lesen, dann schreiben 😉

  3. Die Regiobahn kommt erst in 2283. Bis dahin wurde der Euro vom Rubel abgelöst, Viersen nach Amsterdam eingemeindet und NRW in Ukraine West-West umbenannt. Also für € 1,00 würde ich die Hütte kaufen. Jeder Preis darüber wird nur von Menschen akzeptiert, die die Gegenwart nicht verstanden haben.
    Und wenn der Golfstrom abbricht, was hochwahrscheinlich ist, dann haben wir hier Eiszeit. Dann kann man im Bahnhof ein Schneehotel einrichten.

    1. Trags mit Fassung, nimm’s mit Humor,
      dann geht’s dir besser als zuvor !

      So ist’s schon recht, Bons, aber bei allem Respekt, dass sie China in ihrem Beitrag nicht erwähnen, freut nur Kim Jong Un in Nordkorea 😊😉😂

  4. Seit der Privatisierung der Bahn, geht es in allen Belangen bergab.
    So wie die Personenzüge heutzutage eher Viehtransportern gleichen, ist es auch klar, das der Mob kein Bahnhofsgebäude braucht, um sich bei Wind und Wetter zu schützen, solange er auf die Bahn warten muß.
    Eine Haltestelle, wie in Dülken reicht vollkommen. Mehr ist der Fahrgast nunmal nicht wert.

  5. Die Bahn verkauft, die Kosten bleiben,
    So kann die jetzige Regierung sich in den Fingern reiben,
    der Steuerzahler in Deutschland wird nur damit beschissen,
    die Regierung hat kein Wissen,
    Warum muss die Bahn unterstützt werden noch,
    meint Ihr die Wähler glauben an das Loch,
    Beamte hin in allen Parlamente,
    selbst die Putzfrau da ist wie eine Ente,
    bekommt aber nach Jahren eine bessere Rente,
    das ist der Unterschied in dem unseriösen Haufen,
    Sie bekommen alles, und der Steuerzahler soll ersaufen,
    die Witwe aus den kleineren Kreis,
    muss Ausziehen weil das Geld für die Miete nicht mehr reicht,
    bei dem Beamten kann das nicht passieren,
    sie bekommen mehr weit über 70 Prozent mit welchen Manieren
    die kleinen zahlen es ein und werden noch mehr Punkte verlieren,
    auch eine Erhöhung für Beamte in jedem Falle mit jeder Wucht,
    das Arbeitende Volk ist wie auf der Flucht,
    nur diese Leute sollen die Zeche Zahlen,
    die jetzige Regierung hat es so Vorgeschlagen,
    Verbannen sollte man diese Banausen,
    jetzt kommt die Retoure bei der Wahl wie bei links außen,
    neue Parteien müssen das Zepter bekommen,
    damit der Einzahler sein Recht soll bekommen.

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