Mit Energieberatung: Sanierungsfahrplan erhöht Förderbeträge

Vortrag „Sanieren mit System“ bei der GWW-Mitgliederversammlung.

Willich – Energiekosten senken, Immobilienwert steigern, ein Beitrag zum Klimaschutz oder einfach eine Steigerung des Wohnkomforts: Die Gründe für eine energetische Gebäudesanierung sind vielfältig, ebenso wie die möglichen Maßnahmen. Nicht zuletzt sind hohe Kosten häufig ein Hindernis für die Umsetzung. Zwar gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten, doch viele Hauseigentümer schrecken davor zurück, sich mit den Förderbedingungen auseinanderzusetzen, weiß Stefan Struck von der Gebäude- und Energieberatung Struck: „In der Praxis scheitert die energetische Sanierung häufig nicht am grundsätzlichen Willen der Eigentümer, sondern an fehlender Orientierung, wirtschaftlichen Unsicherheiten und der Komplexität in der Umsetzung.“ Gemeinsam mit Björn Gottemeier von der gleichnamigen Bau- und Energieberatung informierte er auf der Mitgliederversammlung des Gebäude- und Wohnungseigentümervereins Willich (GWW) über „Sanieren mit System“.

Dabei stand der iSFP im Mittelpunkt, der individuelle Sanierungsfahrplan der BAFA zur energetischen Modernisierung von Wohngebäuden in Deutschland. Gottemeier: „Der Plan ermöglich eine kostengünstige detaillierte Gebäudeaufnahme und bietet eine gute Orientierung und Planungsgrundlage.“ Liegt ein iSFP vor, wird die anrechenbare Investitionssumme der Förderung von 30.000 Euro pro Wohneinheit auf 60.000 Euro verdoppelt, und der Fördersatz wird von 15 auf 20 Prozent angehoben. So kann ein Fördervorteil von 7.500 Euro entstehen. Förderfähig seien zum Beispiel Maßnahmen an Dach, Fassade und Keller, Fenstern und Türen oder zur Heizungsoptimierung. Stefan Struck: „Beachten muss man, dass die Förderung nur dann bewilligt wird, wenn man Sanierungsmaßnahmen durchführen lässt, die über die gesetzlichen Forderungen und Vorgaben hinausgehen.“ Informationen zu den komplexen Kfw-Fördermöglichkeiten bei der Komplettsanierung zum Effizienzhaus rundeten den Vortrag ab, zu dem auch zahlreiche Nicht-GWW-Mitglieder gekommen waren.

Außerdem machte GWW-Geschäftsstellenleiter Ralf Viehmann Ausführungen zu den verschiedenen Arten von Mieterhöhungen sowie zur gesetzeskonformen Anlage von Kautionen in Zeiten erhöhter Bankgebühren. Alle Informationen zum Verein findet man unter www.gwwev.de. (opm)