Die Stadt Viersen und die Lufthansa verbindet seit einem Vierteljahrhundert eine besondere Partnerschaft: Seit dem 11. August 2000 trägt ein Airbus A340-300 offiziell den Namen „Viersen“ und repräsentiert die niederrheinische Stadt auf Flughäfen rund um den Globus. Das Jubiläum markiert nicht nur eine langjährige Zusammenarbeit, sondern auch ein Stück gelebter Städtepartnerschaft in der Luftfahrt.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker
Viersen – Ein Blick zurück: Das Patenflugzeug mit der Kennung D-AIGT wurde bereits im Dezember 1999 in Dienst gestellt – zunächst noch ohne Städtenamen. Seit seiner Taufe bereiste es 135 verschiedene Destinationen auf fünf Kontinenten und brachte dabei fast 2,6 Millionen Passagiere auf mehr als 14.000 Flügen sicher an ihr Ziel. Mit einer Länge von 63,66 Metern, einer Spannweite von 60,30 Metern und einer Reichweite von 12.300 Kilometern ist der Airbus A340-300 wie gemacht für Langstreckenflüge und internationale Verbindungen. Angetrieben wird er von vier CFM International CFM56-5C-Triebwerken, die ihn mit einer Reisegeschwindigkeit von bis zu 890 km/h auf maximal 12.500 Meter Höhe bringen.
Für Viersen ist der Airbus A340 „Viersen“ weit mehr als ein Flugzeug: Er ist ein Symbol für Weltoffenheit, internationale Verbundenheit und die weltweite Präsenz der Region am Niederrhein. Seit 25 Jahren trägt er den Namen der Stadt zu Menschen, Kulturen und Volkswirtschaften in aller Welt – und wird dies auch in Zukunft tun.
Die Tradition, Flugzeuge nach deutschen Städten oder Bundesländern zu benennen, reicht bei Lufthansa übrigens zurück bis ins Jahr 1960. Damals erhielt eine Boeing 707 mit dem Kennzeichen D-ABOC als erstes Lufthansa-Flugzeug den Namen „Berlin“. Ziel dieser Tradition war es von Beginn an, die Verbundenheit zum Heimatstandort Deutschland auch abseits der großen Drehkreuze zu zeigen – und in die Regionen zu tragen, aus denen viele Passagiere und Mitarbeitende stammen.
Mittlerweile tragen tatsächlich rund 300 Flugzeuge der Lufthansa-Flotte Namen deutscher Großstädte, Bundesländer und Landeshauptstädte. Diese Namenspatenschaften ehren die historische, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Bedeutung der jeweiligen Orte und machen die Maschinen zu „fliegenden Botschaftern“. Bei der Auswahl achten Lufthansa und die Partnerstädte auch auf eine passende Größenrelation zwischen Flugzeugmuster und Einwohnerzahl.
Eine Besonderheit der Patenschaft: Scheidet ein getauftes Flugzeug aus der Flotte aus, wird der Name auf ein neues Flugzeug übertragen. So bleibt die Verbindung zwischen Stadt und Lufthansa langfristig bestehen. Der Name ist dabei stets gut sichtbar rechts neben der vorderen Einstiegstür angebracht – für Passagiere ein erster Gruß aus der Heimat, noch bevor sie an Bord gehen. (nb)





