Auf nach „Düsheim“ – Ki Ka Kai a brillierte im neuen, närrischen Zuhause

„Jetzt gehts los, wir sind nicht mehr aufzuhalten. Jetzt gehts los …“ im Dülkener Bürgerhaus, in dem die Ki Ka Kai a wenige Tage vor dem Hoppeditzerwachen die jecke Session gekonnt mit mitreißender Stimmung eröffnete.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Dülken/Boisheim – Sie ist wieder da, die närrische Zeit. Viele hatten nach der langen Corona-Pause schon nicht mehr mit einem Neustart gerechnet, doch mit den ersten Veranstaltungsankündigungen zeigte sich schnell, die Jecken fiebern wieder mit, wenn das Trömmelche schlägt. So füllte sich am Samstagabend bereits eine halbe Stunde vor Beginn das frisch renovierte Dülkener Bürgerhaus, als die Boisheimer Karnevalsgesellschaft Ki Ka Kai a 1902 e. V. zur Karnevalsparty einlud.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die erste Begegnung nach so langer Zeit war für viele im ersten Moment einfach anders. Ein jeckes Bützchen, eine feste Umarmung oder nur ein Fauststoß auf Abstand? Alles vermischte sich unter der vorgegebenen 2G-Regelung, dem wachsamen Auge des Ordnungsamtes und den mitreißenden närrischen Klängen, die der Süchtelner DJ und Sänger Detlef Belk für diesen Abend ausgewählt hatte.

Mit dem Einzug der eigentlich roten Boisheimer Karnevalsgesellschaft, die an diesem Abend allerdings in T-Shirts mit irischem Grün und schickem Schwarz in der fast ausverkauften Location zusammenkamen, präsentierte Präsident Marco Dillikrath während seiner Eröffnungsrede charmant Andreas Küsters als neuen Nachwuchsmoderatoren, bevor die Fauth Dance Company Jugend die Bühne und die Herzen der Karnevalisten eroberten.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Eine Bühne, auf der die Ki Ka Kai a noch häufiger feiern wird, schließlich konnte Marco Dillikrath stolz verkünden, dass die Jecken das Dülkener Bürgerhaus als neues, närrisches Zuhause, als „Düsheim“, ein Mix aus Dülken und Boisheim, auserkoren haben. Ein Dank gebührte hierzu auch der Stadt Viersen, welche die Renovierung möglich gemacht hatte.

Die kommenden Minuten gehörten der Krefelder Band „Oedingsche Jonges“. Mit kölschen Klassikern, zu denen der Saal nicht nur tanzen konnte, sondern die zudem im Chor mitgeschmettert wurden, lockerten sie mit passendem Schunkeln die Muskeln des Publikums und so konnte der sich anschließende Auftritt der Gladbacher Musikkameraden e.V. mit zufriedenem Beifall belohnt werden.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Trommel, Pauke und Trompeten nahmen Fahrt auf und ihre Stücke schallten durch das Bürgerhaus. Eine bunte Musikantentruppe, die Musik im Blut hat – Musik, die sie mit großer Fröhlichkeit verbreitet. Gerade aktuell wäre die Gruppe eigentlich bei den St. Martinszügen ausgebucht.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Für die Jecken nahmen sie sich trotzdem Zeit und übergaben das feiernde Publikum an das heimische Highlight der Süchtelner Tanzgarde. Grazile und gekonnte Bewegungen, fließende Einheiten zur Musik, die jungen Damen gehören mittlerweile zu Recht an die Spitze der Tanzgarden in unserer Region. In karnevalistischer Hochlaune gab dann auch fast jeder gerne etwas, denn wo gefeiert wird, da soll auch an die gedacht werden, denen es nicht so gut geht.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Eine Spendenaktion für die Viersener Stiftung Fundación für Kinder begleitete den Abend. Die noch recht frische Stiftung will Heranwachsende unterstützen die unter sozialen Benachteiligungen leiden. Es ist die feste Überzeugung der Stifter, dass in jedem Mensch Talente liegen, die zum Ausbilden einer stabilen Persönlichkeit beitragen. Aus diesem Grund will sich die Stiftung in den Bereichen Kreativität, Sport und Musik, aber Bildung und Ernährung betätigen und die individuellen Ressourcen der Kinder fördern.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Längst war es draußen tiefe Nacht, als ein letzter Künstler die Bühne betrat und bevor DJ Detlef Belk mit einem stimmungsvollen Programm sowie der größten Polonaise Dülkens die erfolgreiche Veranstaltung ausklingen ließ. Dirk Elfgen legte noch einmal ein wenig Feuer an die Stimmungskanone – gekonnt und mit guter Laune, schließlich ist der Entertainer, Sänger und Kabarettist ein alter Hase auf Europas Showbühnen.

Nicht verwunderlich also, dass der Garant für gute Laune erst im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal als „Künstler des Jahres“ in der Sparte Entertainment und Moderation“ ausgezeichnet wurde. Die Ki Ka Kai a hatte gut gewählt und das Programm rundete sich nicht nur ineinander ab, es war der grandiose Beginn eines jecken Neustarts, der nun hoffentlich auch Fahrt aufnehmen kann. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Ein Kommentar

  1. Es war nicht anders zu Erwarten von Ki Ka Kai`a, denn jeder Sender währe neidisch auf die Einschaltknote die ständig zu Erfolge führt. Egal was die Kaia Familie angeht Anpackt, einfach alle stehen dahinter mit positiver Einstellung ständige was mit Standing Ovation belohnt wird.
    diese Vereinsgeschichte ist fester Bestandteil der Ki Ka Kai`a des Viersener Karnevals.
    Der großartige Einsatz für das Brauchtum in unsere Stadt Dülken, was für mehrere Aktivitäten in unsere Stadt Kultur reicher Kredenzt mit vielen Aspekten, und Möglichkeiten, selbst Mitglied zu werden.
    Kinder und Jugendliche sehen hier Zukunftsperspektiven die mit eigenen Ideen Toleriert werden auch Akzeptanz haben. Sogar die Frauen sind eine Tradition für sich, denn bei der Klimakonferenz der Ki Ka Kai`a sind sie die gewesen, die die Klimaziele mit gefördert haben, bei der Aktion einen eigenen Wald anzulegen, wurde uns zeremoniell ein Essen Kredenzt.
    Vieles haben wir alle Gemeinsam aus der Taufe gehoben in der Vergangenheit, traditionelle Elemente der eigen Gewächse zwischen Musik und Tanz finden das Gehör aus nah und Fern die uns Besuchen.
    Der Karneval hat heute seinen Start gehabt und wir Danken alle den Präsidenten mit seine Mannschaft für den Karnevalsauftakt 2021/22 mit Dreimal Ki Ka Kai`a

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