Die CDU-Stadtratsfraktion hat einen Antrag eingebracht, der neue Wege bei der Pflege und Gestaltung von Kreisverkehren eröffnen soll. Ziel ist es, prüfen zu lassen, ob lokale Unternehmen künftig die Bepflanzung und Pflege ausgewählter Kreisverkehre übernehmen können – im Gegenzug für eine angemessene Werbepräsenz auf den Flächen.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker
Viersen – Mit dem Vorstoß will die CDU Sponsoring-Vereinbarungen zwischen der Stadt und ansässigen Firmen initiieren und fördern. „Öffentliche Mittel sind begrenzt. Privates Engagement kann dabei helfen das Stadtbild nachhaltig zu verbessern“, betonen der Fraktionsvorsitzende Stephan Seidel sowie Ratsherr Furkan Er. Durch die Beteiligung von Unternehmen könnten zusätzliche finanzielle und personelle Ressourcen für dauerhafte Pflanzkonzepte, regelmäßige Pflege und saisonale Gestaltung mobilisiert werden.
Nach Auffassung der CDU bringt das Modell mehrere Vorteile mit sich. Neben einer sichtbaren Aufwertung des Stadtbildes sollen auch Lebensqualität, Stadtklima und Biodiversität profitieren. Vorgesehen ist, bei einer möglichen Konzepterstellung insbesondere auf insektenfreundliche und klimaresiliente Pflanzen zu setzen, um Hitzeinseln zu reduzieren und die Luftqualität zu verbessern.
Auch für die beteiligten Unternehmen sehen die Antragsteller Chancen. Die Werbepräsenz an stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten erhöhe die lokale Sichtbarkeit und ermögliche es Firmen, sich als sozial verantwortliche Akteure in der Stadt zu positionieren. Eine positive Außenwirkung könne zudem die Bindung an den Standort stärken; denkbar seien auch steuerliche oder förderrechtliche Vorteile. Ob und in welcher Form ein solches Sponsoring-Modell umgesetzt werden kann, soll nun von der Stadtverwaltung geprüft werden. (nb)





