Regionalfachtag „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ setzt starkes Zeichen

Rund 70 Teilnehmende kamen Anfang November im Gemeinschaftszentrum Westend zum diesjährigen Regionalfachtag der Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage (SoR–SmC) zusammen.

Mönchengladbach – Eingeladen hatte das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Mönchengladbach. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr als Projektmesse unter dem Motto „Courage-Schulen aktiv gegen Diskriminierung – für ein vielfältiges Mönchengladbach“ statt.

Der Regionalfachtag bot engagierten Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und weiteren Akteurinnen und Akteuren Gelegenheit, sich zu Themen wie Antidiskriminierung, Extremismusprävention, Genderfragen, politischer Bildung und Empowerment auszutauschen. An verschiedenen Thementischen und Infoständen konnten sich die Teilnehmenden über Projekte, Präventionsangebote und Unterstützungsstrukturen informieren.
„Der Fachtag zeigt eindrucksvoll, wie engagiert die Mönchengladbacher Schulen daran arbeiten, Vielfalt und Toleranz nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern im Alltag zu leben“, betont Michael Holzportz vom Kommunalen Integrationszentrum. Insgesamt 21 Schulen gehören derzeit dem städtischen Netzwerk an, das sich seit vielen Jahren für ein respektvolles Miteinander und demokratische Werte im Schulalltag einsetzt.

In der Abschlussrunde am Freitagmittag zeigten sich die Teilnehmenden begeistert. Schülerinnen und Schüler lobten die Vielfalt der Programmangebote und das Format der Aktionsmesse. „Was alles gegen Rassismus läuft, sollte noch viel mehr gezeigt werden“, sagte eine Gruppe der 9. Klasse der Theo-Hespers-Gesamtschule.

Auch Lehrkräfte zogen ein positives Fazit. Vertreterinnen und Vertreter der Gesamtschule Volksgartenstraße hoben hervor, wie wertvoll die Möglichkeit zur Vernetzung sei. „Viele Veranstalter an einem Fleck, Ansprech- und Kooperationspartner, eine gute Möglichkeit, sich zu vernetzen. Die Begegnungen und der Austausch sind am wichtigsten. Für uns ist die Arbeit zu diesem Thema eine Herzensangelegenheit“, sagte Lehrer Pierre Hackstein.
Besonderen Eindruck hinterließen bei den Jugendlichen die „Omas gegen Rechts“, die sich kürzlich auch in Mönchengladbach gegründet haben. „Ihr Engagement hat uns bewegt. Sie zeigen, dass es wichtig ist, seine Stimme zu erheben und Courage zu zeigen, egal in welchem Alter“, sagten Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Espenstraße und Volksgartenstraße. Für die engagierten Frauen ist es ein Anliegen, dass ihre Enkel stolz auf sie sind.

Auch externe Partnerinnen und Partner zogen ein positives Fazit. Dr. Jörg Hornivius von der Beratungsstelle Zornröschen e. V. sagte: „Es war eine Win-Win-Veranstaltung. Danke für die Organisation. Es hat Spaß gemacht, unser ernstes Thema an die Schülerinnen und Schüler zu bringen.“

Mit über 70 Gästen war der Regionalfachtag sehr gut besucht. Die Resonanz war durchweg positiv – ein starkes Signal für gelebte Vielfalt und den gemeinsamen Einsatz gegen Diskriminierung in Mönchengladbach. (opm)

Foto: Stadt Mönchengladbach