Mönchengladbach gewinnt beim Wohnungsbau wieder Tempo

IT.NRW-Zahlen zeigen deutliches Plus bei genehmigten Wohnungen – Stadt sieht strategischen Kurs im Handlungsfeld „Wohnen für alle“ bestätigt.

Mönchengladbach – Der Wohnungsbau in Mönchengladbach kommt wieder stärker in Bewegung. Nach den heute veröffentlichten endgültigen Jahresergebnissen von IT.NRW wurden in Mönchengladbach im Jahr 2025 insgesamt 451 Wohnungen genehmigt. Das sind 101 Wohnungen mehr als im Vorjahr und entspricht einem Plus von 28,9 Prozent. Damit fällt die Dynamik in Mönchengladbach deutlich stärker aus als im Landesdurchschnitt: NRW-weit stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 10,7 Prozent.

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung beim Neubau: Die Zahl der genehmigten Wohnungen in neuen Wohngebäuden stieg in Mönchengladbach von 235 auf 408 und damit um 73,6 Prozent. Bei Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern gab es nahezu eine Verdopplung – von 155 auf 306 Wohnungen. Genau dieses Segment ist für eine wachsende Großstadt mit vielen Einpersonenhaushalten, Familien, älteren Menschen und Haushalten mit begrenztem Einkommen besonders wichtig.

„Die Zahlen sind ein gutes Signal für Mönchengladbach. Sie zeigen, dass unser strategischer Schwerpunkt Wohnen richtig gesetzt ist und dass wieder mehr Bewegung in den Wohnungsbau kommt“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs. „Genehmigungen sind noch keine fertigen Wohnungen. Aber sie sind ein wichtiger Frühindikator – und sie zeigen, dass die Voraussetzungen für neuen Wohnraum geschaffen werden. Genau daran arbeiten Stadt, WohnBau, EWMG und private Akteure gemeinsam.“

Die Stadt Mönchengladbach hat das Thema Wohnen fest in ihrer Gesamtstrategie verankert. Im Handlungsfeld „Wohnen für alle“ geht es darum, Wohnraum in unterschiedlichen Segmenten zu ermöglichen – durch private Investitionen, öffentliche Wohnraumförderung und den kommunalen Wohnungsbau. In der Fortschreibung der strategischen Ziele werden bezahlbarer und sozialer Wohnraum, barrierearme Wohnangebote sowie Innenentwicklung und Quartiersqualität als zentrale Ziele benannt.

„Der deutliche Zuwachs bei den Genehmigungen ist ein Ergebnis des Weges, den wir eingeschlagen haben,“ sagt die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz. „Wir setzen auf mehrere Hebel gleichzeitig: Wir aktivieren Flächen, beraten Investoren und private Bauherren, holen Wohnraumfördermittel nach Mönchengladbach und stärken die kommunale WohnBau. Der Markt bleibt herausfordernd, aber die aktuellen Zahlen zeigen: Unsere Instrumente greifen zunehmend ineinander. Darüber hinaus wollen wir den Wohnungsbauturbo gezielt nutzen, um Verfahren zu beschleunigen und bisher nicht genehmigungsfähige Vorhaben, in dem vom Rat zu beschließenden Rahmen, genehmigen zu können. Damit können wir dem großen Interesse am Mönchengladbacher Wohnungsmarkt entsprechen, welches erfreulicherweise zurzeit in einer Vielzahl von Gesprächen mit Investoren und Bauwilligen an uns herangetragen wird.“

Ein wichtiger Baustein ist die öffentliche Wohnraumförderung. 2025 konnte die Stadt 43,2 Millionen Euro Fördermittel bewilligen – nahezu so viel wie im Rekordjahr 2024. Für 218 Wohneinheiten gab es grünes Licht. Das zunächst zugeteilte Budget konnte durch mehrere Anträge beim Land deutlich erhöht werden. Gleichzeitig wurden 2025 bereits geförderte Wohnungen fertiggestellt, darunter der Neubau der WohnBau am Langer Weg in Lürrip mit zwölf öffentlich geförderten Wohnungen.

Auch weitere Projekte der städtischen Wohnungsbauoffensive kommen voran. An der Knopsstraße im Westend schafft die WohnBau 21 moderne und bezahlbare Wohnungen auf dem Gelände einer ehemaligen Schule. Auf dem REME-Gelände hat die EWMG mit der Erschließung begonnen; dort sollen mittelfristig rund 300 Wohneinheiten entstehen. Hinzu kommen große Quartiersentwicklungen wie die Maria Hilf Terrassen sowie weitere Wohnungsbaupotenziale im Stadtgebiet.

„Unser Ziel ist nicht Wachstum um jeden Preis, sondern guter, bezahlbarer und zukunftsfähiger Wohnraum in lebenswerten Quartieren“, so Heinrichs. „Die IT.NRW-Zahlen sind ein positives Signal. Sie bestärken uns darin, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.“
Hintergrund

IT.NRW meldet für Nordrhein-Westfalen 2025 erstmals nach drei rückläufigen Jahren wieder einen Anstieg bei den Baugenehmigungen. Landesweit wurden 44.905 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 10,7 Prozent gegenüber 2024. Die Baugenehmigungsquote lag landesweit bei 24,9 genehmigten Wohnungen je 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In Mönchengladbach stieg diese Quote von 13,1 im Jahr 2024 auf 16,9 im Jahr 2025. (opm)

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