Die Rock-Kultur-Werkstatt feierte mit Invoke, Karmageddon und Soulbound

In der Rock-Kultur-Werkstatt an der Gerberstraße sind nicht mehr die Bands alleine zu Hause, mittlerweile finden ebenfalls wieder Konzerte statt, die sich innerhalb kürzester Zeit in der Musikszene herumgesprochen haben.
Von RS-Redakteur Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Der dunkle Bandraum ganz oben unter dem Dach der Rock-Kultur-Werkstatt bietet genau den richtigen Rahmen für Konzerte, die eben nicht dem Mainstream folgen. Musik mit ganz eigenem Charakter und einer starken Fangemeinde, die gerne kam, als es hieß: RKW Reloaded.

Den Auftakt des Abends machte auf der Bühne die Band „Karmageddon“ deren Anreise, ebenso wie bei einer weiteren Band, in der Viersener Nachbarstadt Mönchengladbach startete. Karmageddon bedient den Bereich Death Core und formierten sich neu, nachdem sich die Deathcorkombo „No“ aufgelöst hatte. Die übrig gebliebenen Mitglieder blieben dabei nicht untätig. Auch wenn sie nur auf wenigen jährlichen Events zu sehen sind, haben sie im vergangenen Jahr direkt drei neue Singles mit „Shitlist“, „Humanity“ und „Adrenalin“ auf den Markt gebracht. Eine Mischung aus harmonievollen Riffs mit krachenden Beatdowns war eine gute Wahl, bevor sie die Bühne frei gaben für „Invoke“, die ebenfalls aus der Vitusstadt angereist waren.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die fünf Bandmitglieder waren den alteingesessenen Fans der RKW bereits von früheren Auftritten bekannt. Für ihren Metal-Hardcore-Sound ließen sie sich von Größen wie den Architects oder August Burns Red inspirieren. Trotz der bekannten Einflüsse allerdings hat sich die Band ihre eigene Note bewahrt, die von den Gästen mit viel Beifall belohnt wurde.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Hauchdünn zum Liebling des Abends allerdings avancierte die Band „Soulbound“ aus Bielefeld mit ihrem New-Industrial-Sound. Mit elf akustischen Statements hat die Band ihr zweites Album „Myllennium“ präsentiert – auch gestern Abend hatte sie einen Ausschnitt mit ihren Texten zum aktuellen Zeitgeschehen, zu Ignoranz und Selbstgefälligkeit dabei. Die Bandmitglieder überzeugten dabei mit einer eindringlichen Gitarrenfront, die von kraftvoller Drumarbeit ergänzt wurde und so ein überzeugendes Gesamtpaket bildete. Leise Töne reihten sich in die eigentlich laute Gangart der Band ein und überzeugten die Zuhörer, für die der Abend fast zu früh vorbei war. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

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