Mit viel Dankbarkeit, aber auch großer Wehmut hat sich der Förderverein der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen aufgelöst.
Viersen-Süchteln – Über Jahrzehnte hinweg hat der Verein zahlreiche Projekte ermöglicht, die den Patientinnen und Patienten zugutekamen und den Klinikalltag bereichert haben.
Gegründet wurde der Förderverein am 19. Dezember 1988 von acht engagierten Frauen und Männern unter dem Namen „Förderverein der Rheinischen Orthopädischen Landesklinik Viersen-Süchteln“. Hintergrund waren schon damals knappe Budgets und der Wunsch, zusätzliche Anschaffungen für Therapie und Behandlung möglich zu machen.
In den vergangenen Jahrzehnten hat der Verein viele Projekte unterstützt – darunter den Outdoor-Gehgarten am Festsaal sowie den Indoor-Gehgarten in der Physiotherapie. Auch zahlreiche moderne Therapie- und Trainingsgeräte konnten dank der Unterstützung angeschafft werden. Die erste Investition des Vereins, dem gut 80 Personen angehörten, war ein Kufenwebstuhl, der damals auch in Rehazentren eingesetzt wurde. Zu den größten Anschaffungen gehörte später ein Operationsmikroskop im Wert von 50.000 D-Mark – ein bedeutender Beitrag zur medizinischen Versorgung. Weiteres Highlight war die immense Unterstützung bei der Beschaffung des ersten Robotik-Systems vor gut fünf Jahren.
„Der Förderverein hat unsere Klinik über viele Jahre hinweg auf beeindruckende Weise unterstützt“, sagt Dr. Jochen Neßler, Ärztlicher Direktor und Chefarzt. „Viele Dinge, die für unsere Patientinnen und Patienten heute selbstverständlich sind, wären ohne dieses Engagement nicht möglich gewesen.“
Seit 2011 stand die ehemalige Süchtelner Ortsbürgermeisterin Margret Maier an der Spitze des Vereins. Für sie war das Engagement stets eine Herzensangelegenheit. „Die Klinik mit ihrem Prestige und als großer Arbeitgeber in Süchteln und der Stadt Viersen liegt mir als gebürtige Süchtelnerin sehr am Herzen. Gemeinsam mit vielen Unterstützerinnen und Unterstützern konnten wir immer wieder Projekte auf den Weg bringen, die den Menschen hier zugutekommen“, sagt sie.
Die Entscheidung zur Auflösung des Vereins fiel nun schweren Herzens. Auch das geplante Zusammenwachsen mit dem Städtischen Krankenhaus Nettetal im Rahmen der Perspektive „2030“ spielte bei diesem Schritt eine Rolle.
Zum Abschluss hat der Förderverein noch einmal wichtige Anschaffungen ermöglicht: eine neue Sprossenwand sowie Trainingsräder für die Physiotherapie. Sie werden künftig weiter zur Behandlung und Rehabilitation der Patientinnen und Patienten beitragen.
Vorstand und Mitglieder blicken mit großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück. „Wir sind traurig, dass dieser Weg nun endet“, heißt es aus dem Kreis des Vereins. „Gleichzeitig sind wir sehr glücklich und stolz darauf, was in all den Jahren gemeinsam erreicht wurde.“ Der Förderverein hat damit über mehr als drei Jahrzehnte hinweg Spuren hinterlassen – in der Klinik, in der Therapie und vor allem im Alltag vieler Patientinnen und Patienten.
Weitere Informationen zur Klinik unter www.orthopaedie-viersen.lvr.de (opm)





