Fake-News: Der Hund mit dem „verbrannten“ Gesicht

Bereits seit einigen Jahren wandert ein Foto durch die Medienlandschaft, welches, obwohl es so sichtbar ein Fake ist, tausendfach geteilt wurde und wird.

Faktenfinder – „Der arme Hund“, mag sich mancher denken der auf das Foto schaut. Angeblich habe er eine Familie aus einem Feuer gerettet und nun spendet Facebook für jedes Teilen – und das schon seit mindestens vier Jahren. So lange läuft der Fake nämlich schon durch die sozialen Medien.
Der Urheber des Fotos kommt dabei aus dem Lachen und Kopfschütteln wahrscheinlich gar nicht mehr heraus, denn auf dem Hundegesicht klebt lediglich eine Scheibe gekochter Schinken. Eine Rekonstruktion ist also nicht nötig und sollte der Hund mittlerweile nicht an Altersschwäche gestorben sein, die Scheibe gekochter Schinken hat ihm bestimmt geschmeckt.

Die Fake-Nachricht ist direkt auf mehrere Weise eine Lüge, denn nicht nur das verbrannte Gesicht des Hundes gibt es nicht, auch Facebook spendet nicht. Es gibt kein System eine solche Nachrichtenteilung zu verfolgen und für solche Bilder, die fleißig auf Klick-suchenden Seiten geteilt werden gab es bisher, wie auch bei vielen anderen Teilungen, keine Spende durch Facebook. Die Seiten nutzen den Fake zum eigenen Bekanntwerden – auf Kosten einer Lüge und eines Bildes, welches urheberrechtlich (und damit auch strafbar) lieber gar nicht erst betrachtet werden sollte. (cs)

Screenshot: Rheinischer Spiegel