Ein faszinierendes Naturschauspiel lockt zur Niersbrücke im Bereich Fritzbruch: Mehrere Eisvögel (Alcedo atthis) wurden dort beobachtet, wie sie mit ihren schillernden Farben über das Wasser huschten und auf Beutefang gingen. Diese Sichtung ist nicht nur für Naturfreunde ein Highlight, sondern auch ein positives Zeichen für die ökologische Qualität der Niers.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen
Viersen-Süchteln – Der Eisvogel, auch als „fliegender Edelstein“ bekannt, beeindruckt mit seinem leuchtend blauen Rücken und der orangeroten Unterseite. Mit einer Körperlänge von etwa 17 bis 19,5 Zentimetern ist er etwas größer als ein Sperling und fällt besonders durch sein schillerndes Gefieder auf. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Süßwasserfischen, die er in spektakulären Sturzflügen erbeutet.
Die Niers, insbesondere im Bereich des Fritzbruchs, bietet mit ihren naturnahen Uferbereichen und langsam fließenden Gewässerabschnitten ideale Bedingungen für den Eisvogel. Steilufer aus Lehm oder Sand ermöglichen dem Vogel das Graben seiner bis zu einem Meter langen Brutröhren. Die Präsenz des Eisvogels deutet somit auf eine hohe Wasserqualität und einen intakten Lebensraum hin.
In Nordrhein-Westfalen ist der Eisvogel übrigens auch sonst ein mittelhäufiger Brut- und Gastvogel. Der Bestand wird auf etwa 1.000 bis 1.800 Brutpaare geschätzt. Dank gezielter Naturschutzmaßnahmen, wie der Renaturierung von Fließgewässern und dem Erhalt natürlicher Uferstrukturen, konnten die Lebensbedingungen für den Eisvogel in den letzten Jahren verbessert werden.
Die Beobachtung der Eisvögel an der Niersbrücke im Fritzbruch ist ein ermutigendes Zeichen für den Naturschutz in der Region. Sie unterstreicht die Bedeutung von Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung natürlicher Lebensräume. Naturfreunde und Spaziergänger sind eingeladen, mit wachem Blick die Uferbereiche der Niers zu erkunden – vielleicht gelingt es ihnen, einen Blick auf den scheuen, aber farbenprächtigen Jäger zu erhaschen. (dt)





