Kreta: Vielfältige Eindrücke hinterlässt die berühmte Höhle des Heiligen Johannes

Die beeindruckende Höhle in Marathokefala bei Kolimbari gehört zu den bekannten Wallfahrtsorten der Mittelmeerinsel Kreta. Hier soll einst der Heilige Johannes als Einsiedler eine Zuflucht gefunden haben.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Kreta/Griechenland Gerade einmal drei Kilometer von Kolimbari entfernt, mit einem fantastischen Blick auf die Nordküste Kretas, ist die imposante Höhle des Eremiten Johannes nicht nur das Ziel der Touristen, die Höhle gilt zudem als Wallfahrtsort und wird von zahlreichen Pilgern besucht.

Die beeindruckende Höhle in Marathokefala bei Kolimbari gehört zu den bekannten Wallfahrtsorten der Mittelmeerinsel Kreta. Hier soll einst der Heilige Johannes als Einsiedler eine Zuflucht gefunden haben. Foto: Rheinischer Spiegel

2001 wurde der Bereich erweitert und so Platz geschaffen für kirchliche Hochfeste und das Fest des Heiligen Johannes am 6./7. Oktober. Als besonderer Tag gilt der 24. Dezember, denn am Heiligen Abend wird die Geburt Christi in dieser Höhle mit Tieren nachgestellt – ein Ereignis, welches über die Insel hinaus bekannt ist. Ein Andenkenladen wurde ebenso geschaffen wie ein Gästehaus, welches für Übernachtungen genutzt werden kann. In der Höhle selbst wurde ein Tempel aus dem 15. Jahrhundert sowie Fundamente aus dem 17. und 18. Jahrhundert gefunden.

2001 wurde der Bereich erweitert und so Platz geschaffen für kirchliche Hochfeste und das Fest des Heiligen Johannes am 6./7. Oktober. Foto: Rheinischer Spiegel

Betreten Besucher die Höhle, finden sie in der linken Seite die Krypta vor. Hier versteckte sich der Heilige, wenn Hirten und Bauern die Höhle besuchten. Tief in den Felsen hinein führen die Räume und Katakomben, die von Ikonen gesäumt sind. Ein weiterer Raum wurde während der Belagerung durch die Osmanen als geheime Schule genutzt. An der Außenseite tropft Wasser aus dem Felsen, welches als „das heilige Wasser des Heiligen“ bekannt wurde und für Besucher aufgefangen wird. (nb)

Tief in den Felsen hinein führen die Räume und Katakomben, die von Ikonen gesäumt sind. Foto: Rheinischer Spiegel