Krypto-Betrug in Mainz: So erkennt man unsaubere Geschäfte

Augenscheinlich war es ein hervorragendes Geschäft, jedoch entpuppte es sich kurzerhand später zum wahren Alptraum: Ein Mann, 53 Jahre alt, entschied sich, 150.000 Euro in Aktien und Kryptowährungen zu investieren, doch am Ende blieb ihm nur die Gewissheit, dass er betrogen wurde. Aufmerksam wurde der Mainzer über die sozialen Medien.

Service – Laut Polizei war es eine Anzeige, die den 53-Jährigen dazu verleitet hat, Geld zu investieren, um hohe Gewinne einfahren zu können.

Abermals ein Beweis dafür, dass es wichtig ist, sich im Vorfeld gründlich zu informieren, bevor investiert wird. Denn die Betrüger wissen, worauf es ankommt und werden immer besser – aus diesem Grund ist es wichtig, besonders vorsichtig zu sein.

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Informationen einholen, bevor Geld investiert wird: Cyberkriminelle werden immer raffinierter

Wer plant, in Aktien oder Kryptowährungen zu investieren, der sollte sich zuvor einen Überblick verschaffen: Welches Unternehmen steckt hinter den Aktien, sind die Kryptowährungen auf einer offiziellen Kryptobörse gelistet, wie haben sich die Preise der jeweiligen Assets in den letzten Monaten (oder auch Jahren) entwickelt. Wer unsicher ist, kann auch eine Suchmaschine befragen. Welche Aktien sind empfehlenswert? Welche Krypto kaufen, die ein hohes Potenzial haben? Fakt ist: Es gibt keine Gewinngarantie. Ganz egal, wie vielversprechend die eine oder andere Prognose auch sein mag, gibt es keine Garantie, dass man am Ende auch einen Gewinn einfährt.

Jedoch kann man sich im Vorfeld darüber informieren, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt. Das ist vor allem bei Kryptowährungen von Bedeutung. Aufgrund der Tatsache, dass es immer mehr Kryptowährungen gibt, steigt natürlich das Risiko, dass Betrüger hier im Hintergrund agieren und in erster Linie versuchen, das Geld aus den Taschen der Anleger zu saugen.

Wer unsicher ist, sollte im Internet unbedingt nach Erfahrungsberichten suchen. Nur so kann man am Ende die eine oder andere böse Überraschung vermeiden. Auch dann, wenn es nur den leisesten Verdacht gibt, dass es sich um Betrug handeln könnte, sollte man achtsam sein und sich gegen das Geschäft entscheiden.

In einer WhatsApp-Gruppe wurden dann Aktientipps gegeben und eine App beworben

In sozialen Medien gibt es immer wieder vielversprechende Anzeigen, die davon handeln, dass man innerhalb kürzester Zeit hohe Gewinne verbuchen wird. Auch ein Mainzer hat eine derartige Anzeige erhalten und sich daraufhin bei dem Unternehmen gemeldet. In weiterer Folge wurde er in eine WhatsApp-Gruppe hinzugefügt. Hier gab es dann regelmäßige Aktien-Tipps. Also Informationen darüber, wann gekauft und verkauft werden soll.

In der WhatsApp-Gruppe wurde der Mainzer auch darauf hingewiesen, er solle eine App herunterladen und installieren. Die App sei notwendig, um den Handel mit den Aktien durchführen zu können. Der Mainzer hat das geglaubt und natürlich die Anwendung heruntergeladen und installiert. Schließlich hat alles seriös und nachvollziehbar gewirkt.

Doch kein Gewinn: Als am Ende aus den 200.000 Euro ein Totalverlust wurde

In weiterer Folge entschied sich der Mainzer, 50.000 Euro zu investieren. Er überwies das Geld auf Konten in Spanien und in der Schweiz. Und das höchst erfolgreich. Denn in der App, die er zuvor heruntergeladen hat, wurde ihm ein satter Gewinn angezeigt. Das investierte Kapital von 50.000 Euro stieg innerhalb kürzester Zeit auf 200.000 Euro.

In weiterer Folge entschied sich der Mainzer, noch einmal 100.000 Euro zu investieren. Schließlich hatte er über die App den Beweis, dass seine 50.000 Euro gut angelegt waren. Doch dann schlug eine Zahlung fehl und die Rückzahlung des Geldes war nicht möglich. Da war dem Mann klar, hier handelt es sich wohl um Betrug. Nun hat sich die Mainzer Kripo eingeschaltet und versucht, den Fall zu lösen. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass der Mann sein Geld erhält, ist sehr gering. (opm)