MSV Duisburg dominierte die Jubiläumsausgabe des Frauen-Masters in Dülken

Mit der 20. Auflage des Frauen-Masters wurde am Samstag in der Halle in Dülken ein sportlicher Meilenstein innerhalb des traditionsreichen Volksbank Masters gefeiert.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen und Martin Häming

Viersen-Dülken – Eingebettet in die insgesamt 33. Ausgabe des Hallenfußballturniers entwickelte sich das 20. Frauen-Masters zu einem Wettbewerb, der in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe setzte. Vor allem das sportliche Niveau, die Intensität der Spiele und die Präsenz überregional bekannter Mannschaften sorgten für ein deutlich anderes Bild als in vielen Jahren zuvor.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Bereits in der Vorrunde zeigte sich, dass das Teilnehmerfeld außergewöhnlich stark besetzt war. Mit dem MSV Duisburg ging ein klassenhöchstes Team an den Start, das von Beginn an seine spielerische Qualität unter Beweis stellte. Auch der VfR Warbeyen, aktuell in der 2. Frauen-Bundesliga aktiv, brachte Tempo, Präzision und Erfahrung auf das Hallenparkett. Ergänzt wurde das Feld durch Viktoria Waldenrath-Straeten, den FV Mönchengladbach 2020, den ASV Einigkeit Süchteln, den Dülkener FC, Rot-Weiß Venn und den SC Grimlinghausen.

In Gruppe A setzte der MSV Duisburg früh ein Ausrufezeichen. Nach einem 4:0-Erfolg gegen Rot-Weiß Venn und einem klaren 5:1 gegen den SC Grimlinghausen ließ das Team keinen Zweifel an seinen Ambitionen. Auch im direkten Duell mit Viktoria Waldenrath-Straeten behielt Duisburg mit 5:1 die Oberhand. Waldenrath-Straeten wiederum startete mit einem deutlichen 7:0 gegen Grimlinghausen ins Turnier, musste im weiteren Verlauf jedoch Schwankungen hinnehmen. Trotz einer Niederlage gegen Duisburg und eines engen Spielverlaufs gegen Rot-Weiß Venn reichte es am Ende für den Einzug ins Halbfinale.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Parallel dazu entwickelte sich Gruppe B zu einer Bühne für den VfR Warbeyen. Der Zweitligist dominierte die Vorrunde mit hoher Offensivkraft und deutlichen Ergebnissen, darunter ein 9:0 gegen den ASV Einigkeit Süchteln und ein 8:1 gegen den Dülkener FC. Lediglich gegen den FV Mönchengladbach 2020 kam Warbeyen nicht über ein 2:2 hinaus. Mönchengladbach selbst präsentierte sich stabil, gewann unter anderem mit 4:0 gegen den Dülkener FC und sicherte sich damit den zweiten Gruppenplatz. Für den ASV Einigkeit Süchteln und den Dülkener FC blieb trotz engagierter Auftritte der Einzug in die K.o.-Runde außer Reichweite.

Die Halbfinalspiele boten anschließend genau das, was sich viele Zuschauer erhofft hatten. Der MSV Duisburg setzte sich gegen den FV Mönchengladbach 2020 mit 5:2 durch und bestätigte seine Favoritenrolle. Deutlich spannender verlief das zweite Halbfinale zwischen Viktoria Waldenrath-Straeten und dem VfR Warbeyen. In einer intensiven Partie mit offenem Schlagabtausch setzte sich Waldenrath-Straeten schließlich mit 5:3 nach einem Neun-Meter-Schießen durch und zog ins Endspiel ein.

Im Spiel um Platz drei zeigte der VfR Warbeyen nochmals seine offensive Stärke. Gegen den FV Mönchengladbach 2020 ließ der Zweitligist keine Zweifel aufkommen und gewann deutlich mit 6:0. Damit sicherte sich Warbeyen einen Platz auf dem Podium, während Mönchengladbach das Turnier auf Rang vier abschloss.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Das Finale entwickelte sich dann zu einer klaren Angelegenheit. Der MSV Duisburg bestimmte von Beginn an das Geschehen und ließ Viktoria Waldenrath-Straeten kaum zur Entfaltung kommen. Mit hohem Tempo, sicherem Kombinationsspiel und konsequenter Chancenverwertung setzte sich Duisburg mit 5:0 durch und krönte sich souverän zum Turniersieger. Für Waldenrath-Straeten bedeutete der Finaleinzug dennoch einen sportlichen Erfolg, nachdem das Team sich nach einer durchwachsenen Vorrunde deutlich gesteigert hatte.

Neben den Mannschaftswertungen standen auch individuelle Leistungen im Fokus. Zur besten Spielerin des Turniers wurde Hana Hamdi vom MSV Duisburg gewählt, die mit Spielübersicht, Technik und Torgefahr überzeugte. Die Auszeichnung als beste Torhüterin ging an Sarah Stassen von Viktoria Waldenrath-Straeten, die ihr Team mehrfach im Turnierverlauf im Spiel hielt. Mit insgesamt neun Treffern sicherte sich Senna El Messoudi vom VfR Warbeyen den Titel der besten Torschützin.

Eine besondere Bedeutung erhielt das Frauen-Masters auch durch die aktuelle Situation im Viersener Stadtgebiet. Da mit dem Dülkener FC und dem ASV Einigkeit Süchteln derzeit nur noch zwei Frauenmannschaften existieren, konnte keine eigenständige Stadtmeisterschaft ausgespielt werden. Im Rahmen des Turniers wurde der ASV Einigkeit Süchteln daher offiziell als Stadtmeister ausgezeichnet. Organisatorisch fügte sich das Frauen-Masters nahtlos in den Ablauf des Volksbank Masters ein, das nach Abschluss der Frauenkonkurrenz mit den Spielen der Herren fortgesetzt wurde. Die Finalspiele des Herren-Masters finden am heutigen Sonntag statt, nachdem der Turnierauftakt bereits am gestrigen Samstagnachmittag erfolgt war. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming