Feierliche Einführung von Pfarrerin Michaela Breihan in der Johanniskirche.

Viersen-Süchteln – Am 2. November, um 11 Uhr wird Pfarrerin Michaela Breihan von Superintendentin Dr. Barbara Schwahn feierlich in einem Gottesdienst in der Johanniskirche Süchteln in ihr neues Amt als evangelische Seelsorgerin des LVR Klinikums Viersen eingeführt. Michaela Breihan ist 59 Jahre alt und Mutter zweier Töchter im Alter von 20 und 22 Jahren. Aufgewachsen ist sie im Duisburger Stadtteil Walsum.
Schon früh engagierte sie sich im Rahmen der Anti-Apartheid-Bewegung – inspiriert unter anderem durch die Arbeit des deutsch-britisch-nigerianischen Pfarrers Austen Peter Brandt, der sich seit Jahrzehnten für Anti-Rassismus-Training und interkulturelle Verständigung einsetzt. Bereits während des Theologie-Studiums in Münster und Bonn galt ihr Interesse Themen wie Psychoanalyse, Seelsorge und der Frage nach dem Menschenbild. Ökumenisches Denken sowie Befreiungstheologien haben ihr geistliches Profil geprägt. Vor ihrer Tätigkeit im Klinikum war Michaela Breihan von 2000 bis 2018 Pfarrerin in der Evangelischen Christuskirchengemeinde Oberhausen. Hier engagierte sie sich sehr stark in der Kinder- und Jugendarbeit. Anschließend arbeitete sie sieben Jahre lang als Schulpfarrerin am Berufskolleg „Glockenspitz“ in Krefeld. Parallel war und ist sie zudem in der Notfall- Seelsorge Krefeld aktiv.
„Ich brauchte nochmal einen Perspektivwechsel“, begründet Michaela Breihan ihre Entscheidung, sich beruflich zu verändern. Nachdem die Seelsorgerin Beate Dahlmann im Mai nach über 29 Jahren in der LVR-Klinik in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde, sah sie ihre Chance, einen neuen Weg einzuschlagen. Am 1. August dieses Jahres nahm Michaela Breihan im LVR-Klinikum ihre Arbeit auf, konkret im Bereich der Seelsorge für psychisch erkrankte Erwachsene. Dort arbeitet sie im Team mit einer weiteren evangelischen Kollegin sowie drei katholischen Seelsorger*innen zusammen. Sie sieht ihre Aufgabe als Dienst der Hoffnung. Ihr Anliegen ist es, Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht allein zu lassen – als Gesprächspartnerin, Begleiterin und als Mensch. „Es ist ein Geschenk, Zeit zu haben, um mit Menschen in einen guten Kontakt zu kommen und sie ein Wegstück mit zu begleiten.“ (opm)




