Niederrheinische Küchengerüche: Bockerzköckskes

Mit seiner Reihe „Niederrheinische Küchengerüche“ präsentiert der Rheinische Spiegel Rezepte, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden und meist um die Jahrhundertwende entstanden sind.

Niederrhein/Rezept/Genießen & mehr – Meist mit wenigen und einfachen Zutaten wurden leckere Speisen auf den Esstisch gebracht als es noch keinen Tiefkühlschrank gab. Großmutters Küche ist wieder „in“, ist ein Andenken an die „gute, alte Zeit“ und bringt Erinnerungen zurück.

Alle Rezepte stammen von unseren Lesern und wir freuen uns natürlich über Kommentare oder wenn Sie selbst sich mit dem einen oder anderen Rezept an unserer Reihe beteiligen. Hildegard D. erinnert sich mit Freude an die Bockerzköckskes ihrer Mutter zurück. 

Bockerzköckskes

Zutaten:
3/4 Liter Milch
2-3 Eier
500 Gramm Buchweizenmehl
100 Gramm Zucker
1 Tasse Rosinen
Backfett und etwas Salz

Zubereitung:
Für die leckeren Küchlein müssen die Rosinen zunächst über Nacht eingeweicht werden. Ob traditionell in Wasser, in Saft (Apfel- oder Orangensaft) oder Rum ist Geschmackssache. Am nächsten Tag entsteht zunächst aus Salz, Milch, Buchweizenmehl, Eiern und Zucker ein glatter Teig zu welchem die eingeweichten und abgegossenen Rosinen gegeben werden. Dieser Teig wird dann in kleinen Küchlein ausgebacken und wer möchte kann noch etwas Puderzucker darüber streuen.

Nicht nur ein leckeres Neujahrsfrühstück, denn in vergangenen Zeiten wurden sie von der Mutter unserer mittlerweile 81-jährigen Leserin für den Neujahrstag vorgebacken und an die Kinder verteilt, die mit Jlökselich Nöijoar-Wünschen klingelten um sich mit dem Aufsagen von Versen einige Pfennige zu verdienen. (cs)

Jlökselich Nöijoar!
Der Kop fol Hoar!
Der Mongk fol Täng
On der Wängel (de Kraak) en de Häng!

Jlökselich Nöijoar!
Der Kop fol Hoar!
Der Bül fol Jäld!
Dat rapelt duer de jantse Wält.

Foto: feelphotoz