Radroute Niederrhein – Auf den Spuren ehemaliger Brauereien

Am Knotenpunkt (KP) 16 Wilhelmplatz in Tönisvorst startet diese Radroute und führt zunächst Richtung Norden durch die Fußgängerzone. Erste Spuren der Braukunst lassen sich abseits der Radroute im Ortskern von St. Tönis entdecken.

Kreis Viersen – Im Jahr 1837 wurde die Brauerei Rixen und im Jahr 1878 die Brauerei Gebrüder Ortmanns gegründet. Beide schlossen sich 1927 unter dem Namen Ortmanns & Rix zusammen. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Brauerei Rixen wurde ein Teilstück der Schelthofer Straße umbenannt in Brauereistraße. Die Brauerei wurde 1984 stillgelegt und das alte Brauereigebäude am Kirchplatz ist heute noch mit einer Gedenktafel „Alter Brauhof“ vor Ort zu finden.

Wieder auf der Route fahren die Radler vorbei an der Streuffmühle – die über 200 Jahre alte Turmwindmühle ist das Wahrzeichen von St. Tönis – und erreichen KP 31. Hinter KP 77 führt die Tour auf der ehemaligen Schlufftrasse zum KP 79. Auf dem Weg Richtung Süden passieren die Radfahrer die Pfarrkirche St. Godehard im Zentrum von Vorst und fahren dann weiter zum Ortsteil Kehn.

Es geht auf ruhigen Wirtschaftswegen zum KP 73 am Bahnhof in Willich-Anrath. Vor hier führt die Tour zum KP 19 im Ortskern von Anrath. Dort befindet sich der Sitz der Hausbrauerei Schmitz-Mönk, die bereits in fünfter Generation Bier braut. Die Radler passieren KP 74 in Donk und folgen der Route zum KP 78 in Willich. Auf dem komfortablen Bahnradweg führt die Tour über den KP 30 in Willich-Wekeln nach Alt-Willich.

Foto: Rheinischer Spiegel/Nadine Ehms

Hinter dem KP 97 verläuft die Route über die Brauereistraße. Im Jahr 1920 haben die damaligen „Vereinigten Willicher Brauereien“ die Hannen-Brauerei aus Korschenbroich übernommen und sich fortan Hannen-Brauerei genannt. Als die historische Braustätte zu klein wurde, verlagerte Hannen 1975 die Produktion nach Mönchengladbach.

Die Tour führt weiter vorbei an Feldern und Äckern über den KP 4 in Richtung KP 15. An der Kreuzung St. Töniser Straße / Votzhöfe halten sich die Radfahrer rechts Richtung Tönisvorst und Krefeld-Forstwald und erreichen das ausgeschilderte Radwegenetz der Stadt Krefeld. Es geht durch den Forstwald. An der Kreuzung Bellenweg / Plückertzstraße verläuft die Tour parallel zur Plückertzstraße bis zum Bahnübergang. Auf dem Weg zum KP 76 überqueren die Radler die Gleise und folgen der Beschilderung hinter dem Bahnübergang links. Die Radfahrer passieren ein Waldstück und biegen am Ende des Weges rechts in nördlicher Richtung ab.

Hier führt die Route im weiteren Verlauf geradeaus wieder in das Radknotenpunktnetz des Kreises Viersen am KP 76 im Landschaftsschutzgebiet Anrather Bach / Kehn. Die Radler folgen der Beschilderung Richtung Tönisvorst-St. Tönis, ehe Sie den Ausgangspunkt der Tour am KP 16 Wilhelmsplatz nach 38 Kilometern erreichen.

Die Knotenpunkte zum Nachradeln:
16 – 31 – 77 – 79 – 73 – 19 – 74 – 78 – 30 – 97 – 4 – Richtung 15 – St. Töniser Straße/ Votzhöfe Richtung Tönisvort und Krefeld-Forstwald – 1 – 76 – 16

Der Kreis Viersen bietet jeweils von April bis September eine aktuelle „Radroute des Monats“ an. Sie wird vom Amt für Bauen, Landschaft und Planung ausgearbeitet. Die Routen führen durch alle Teile des Kreises und manchmal auch in die benachbarten Regionen. Der fahrradfreundliche Kreis Viersen zeichnet sich durch ein Netz von mehr als 680 Kilometern ausgeschilderter Radwanderwege aus. (opm)

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