Nach Fotobeweis: Sensationeller Fund im Süchtelner Tiergehege

Bedingt durch die Zerstörungen im Süchtelner Tiergehege nach Sturm Friederike und den enormen Borkenkäferbefall wurde erst jetzt ein sensationeller Fund öffentlich. Kryptozoologen wollen ein Exemplar der als ausgestorben geltenden Gattung Gigantopithecus auf den Süchtelner Höhen entdeckt haben. Behörden warnen vor dem Begehen des Waldbereichs.

Viersen-Süchteln – Das Handyfoto ist unscharf, die Dämmerung sei fortgeschritten gewesen, erklärt der Viersener Emil Groß-Fuß die Entstehung. Doch nicht nur er, auch der durch das Waldforstamt kontaktierte Kryptozoologe ist sich sicher, dass auf den Süchtelner Höhen eine Sensation zu finden ist. „Wir sind uns nach einer Prüfung sicher, dass auf dem Bild ein humanoider Kryptid zu sehen ist, eine Sensation, die die Wissenschaft aufrütteln wird“, so Walter Ohnesinn.
Bereits seit vielen Jahren ist der Kryptozoologe auf der Suche nach den letzten Exemplaren des Gigantopithecus, der als ausgestorben gilt. Die Fossilien werden ins obere Miozän und mittlere Pleistozän datiert, Funde gäbe es bisher in Nordindien, Pakistan und China. Die chinesischen Funde, die gerade einmal 100.000 Jahre alt sein sollen und Fotografien aus den USA und Kanada, ließen darauf schließen, dass sich die Gattung des Primaten auf den europäischen Kontinent ausgebreitet haben könnte. Bisher fehlen jegliche Beweise, die nun auf den Süchtelner Höhen erbracht werden könnten.

Foto: privat

Bekannt ist diese Primatengattung jedoch auch als Bigfoot, Yeti oder Sasquatsch. Mit übergroßen Füßen und starker Fellbehaarung passt er zu der Aufnahme, die nun in Viersen für Aufruhr sorgt. Bereits in den 1850er Jahren berichteten Indianer von einem Zusammentreffen mit einem Exemplar. 1967 sorgte ein von Roger Patterson und Robert Gimlin veröffentlichter 16-mm-Film für einen Tumult, in welchem angeblich ein lebendiges Exemplar zu sehen war. 1917 berichtete der Trapper Albert Oswald von einer Begegnung mit einem Überlebenden der Vergangenheit in den Wäldern British Columbias, nur einer von vielen Augenzeugenberichten.
Zuletzt 1985 versuchte der amerikanische Anthropologe Grover Krantz den Bigfoot als Gigantopithecus blacki in die Ordnung der Biologie aufnehmen zu lassen. Seine Bemühungen scheiterten vor der International Commission on Zoological Nomenclature da die Zuordnung bereits vergeben war und kein Exemplar vorgelegt werden konnte. Hier versucht nun Kryptozoologe Walter Ohnesinn anzuknüpfen. „Bereits Petro de Cieza de León hat in der Nähe von Tafi Valley ein Exemplar lebendig fangen können, leider ist der Verbleib bis heute unklar“, sagt der Wissenschaftler. „Die niedergeschriebenen Ereignisse in der Chronik von Peru haben die Fachwelt hier jedoch ein gutes Stück weitergebracht. Bedenken Sie, was das für den Niederrhein bedeuten könnte.“

Der Wissenschaftler geht davon aus, dass das im Süchtelner Tierpark gesehene Exemplar zwischen zwei Meter fünfzig und zwei Meter achtzig groß ist, zwischen 300 und 500 Kilogramm wiegt. Zurzeit campiert er mit einer fachkundigen Gruppe in dem Waldstück um den Tierpark herum um weitere Beweise sichern zu können. Ein Haarbüschel beispielsweise mit dem er das Vorkommen des Primaten auf den Süchtelner Höhen beweisen könnte oder gar ein wirklicher Kontakt seien sein Ziel. Ein Kontakt der durchaus gefährlich sein könnte und weshalb Behörden vor dem Betreten des betroffenen Waldstücks warnen. (S. A. Tire)

Achtung Satire! Wir freuen uns, dass Sie geneigter Leser sich bis hierhin in die durchaus existierenden Thesen vertieft haben. Nun gibt es zwar keinen Fotobeweis eines Yetis auf den Süchtelner Höhen, aber ansonsten gibt es tatsächlich die beschriebenen Vorkommnisse.  
Zwar nehmen Anthropologen und Zoologen die Forschung der Kryptozoologie nicht ernst, halten sie für unseriös – doch tatsächlich sind einige Funde der Kryptozoologie zu nennen, die nicht in die Bereiche der Fabelwesen fallen. Der Komodowaran, der Quastenflosser, das Okapi oder Berggorillas galten als Einbildungen und Fantasiegeschichten – bis zu ihrer Entdeckung um zwanzigsten Jahrhundert. Wer weiß, ob nicht doch irgendwann ein Bigfoot, Yeti oder Sasquatsch gefunden wird. Bis dahin empfehlen wir Ihnen unsere Satirereihe, die Sie unter folgendem Link finden. (dt)

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